Rimuss-Produzent ist tot

Der ehemalige Hallauer Verleger, Rechtskonservative und Rimuss-Fabrikant Emil Rahm ist gestorben. Wegen seiner Ansichten stand er oft in der Kritik und beschäftigte auch die Justiz.

Einer langen Krankheit erlegen: Emil Rahm in einer Aufnahme von 2004. (Bild: Emil Rahm/Wikimedia)

Einer langen Krankheit erlegen: Emil Rahm in einer Aufnahme von 2004. (Bild: Emil Rahm/Wikimedia)

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Der einst umtriebige Gegner von EWR, Uno-Beitritt und Antirassismus-Strafnorm, Emil Rahm, starb am Freitag im Alter von 85 Jahren. Er sei nach langer Krankheit friedlich eingeschlafen, wie aus der Todesanzeige in den «Schaffhauser Nachrichten» von heute hervorgeht.

Das ehemalige SVP-Mitglied stand wegen seiner Ansichten oft in der Kritik und beschäftigte auch die Justiz. In einer selbst verfassten kleinen Zeitung schrieb der konservative Christ regelmässig gegen eine von ihm vermutete Weltverschwörung an.

Antisemitisches Buch

Weil er über seinen kleinen Verlag ein antisemitisches Buch vertrieben hatte, wurde Rahm 1997 wegen Verstosses gegen das Antirassismus-Gesetz verurteilt.

Von 1969 bis 2006 leitete Emil zusammen mit seinem Bruder Robert die Rimuss- und Weinkellerei Rahm AG in Hallau. Der «Kinderchampagner» ist bis heute das wichtigste Standbein des Unternehmens und gehört in vielen Familien ebenso zu Weihnachten wie das Fondue Chinoise. (sda)

Erstellt: 10.11.2015, 12:45 Uhr

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