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Hauptpreis für Lamar und Botschaft für Trump

Mit «Humble» gewinnt US-Rapper und Songschreiber Kendrick Lamar den Preis «Video des Jahres». Die MTV Video Music Awards hatten aber auch eine klare politische Note.

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Gewann mit seinem Hit «Humble» den Hauptpreis: US-Rapper Kendrick Lamar. (Video: Tamedia/AFP)

Der US-amerikanische Rapper und Songschreiber Kendrick Lamar hat den Hauptpreis bei der Verleihung der MTV Video Music Awards gewonnen. In der Nacht zum Montag gewann er mit seinem Hit «Humble» in der Hauptkategorie «Video des Jahres». Künstler des Jahres ist Ed Sheeran mit dem Lied «Shape of You».

Der US-Rapper darf sich über den Hauptpreis freuen: Kendrick Lamar bedankt sich beim Publikum. (28. August 2017)
Der US-Rapper darf sich über den Hauptpreis freuen: Kendrick Lamar bedankt sich beim Publikum. (28. August 2017)
Chris Pizzello/Invision/AP, Keystone
Susan Bro, die Mutter der in Charlottesville getöteten Heather Heyer, spricht zum Publikum.
Susan Bro, die Mutter der in Charlottesville getöteten Heather Heyer, spricht zum Publikum.
Chris Pizzello/Invision/AP, Keystone
Politisch wird es bei Paris Jackson: Sie fordert eine Null-Toleranz bei Hass und Diskriminierung.
Politisch wird es bei Paris Jackson: Sie fordert eine Null-Toleranz bei Hass und Diskriminierung.
Chris Pizzello/Invision/AP, Keystone
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Die Verleihung der sonst eher popbunten MTV Video Music Awards ist in diesem Jahr von politischen Botschaften geprägt gewesen. Es gäbe keinerlei Toleranz für Hass und Diskriminierung, sagte Paris Jackson, die Tochter des toten US-Popstars Michael Jackson, am Sonntag auf der Bühne in Inglewood in Kalifornien, bevor sie die Auszeichnung für das beste Pop-Video an die US-Band Fith Harmony überreichte. «Wir müssen standhalten», so Jackson.

Gegen Trumps Transgender-Entscheid

Der erst in diesem Jahr neu eingeführte Preis für «Bester Kampf gegen das System», der Musikvideos auszeichnen soll, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen, wurde von Susan Bro überreicht. Ihre Tochter Heather Heyer war bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen bei einer Rassisten-Demonstration in der US-Stadt Charlottesville ums Leben gekommen.

«Vor nur 15 Tagen wurde meine Tochter Heather getötet als sie gegen Rassismus protestierte», sagte Bro. «Ich vermisse sie, aber ich weiss, dass sie heute Abend hier ist.» Die Auszeichnung ging an mehrere Gewinner, unter anderem an US-Sänger John Legend für «Surefire».

Musiker Jack Antonoff posierte auf dem rotem Teppich mit einem Transgender-Militärmitarbeiter und sagte, es wäre «absolut wahnsinnig» diese nicht zu unterstützen, nachdem US-Präsident Donald Trump entschieden hatte, dass sich Transgender nicht mehr für den Militärdienst bewerben dürfen. Die Entscheidung sei widerlich, sagte Antonoff vor Beginn der Verleihung.

«Wir verdienen grossartigen Soundtrack»

Moderiert wurde das dreistündige Spektakel von US-Sängerin Katy Perry, die in einem Weltraumanzug auf die Bühne geflogen kam. Auch wenn die letzte Zeit «schrecklich» gewesen sei, bringe Musik die Menschen zusammen, sagte Perry. «Auch während der Apokalypse verdienen wir einen grossartigen Soundtrack.»

Auftritte gab es von Kendrick Lamar, dem britischen Sänger Ed Sheeran und Moderatorin Katy Perry, die ihr neues Lied «Swish Swish» gemeinsam mit US-Rapperin Nicki Minaj präsentierte.

(SDA)

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