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England diskutiert über das Prinzenbaby

Die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton kommt mit grossen Schritten näher. Während Kate für die Zeremonie probt und immer mehr Geschenke eintrudeln, dreht sich bei den Briten alles um den Nachwuchs.

Ganz England nimmt ihre Hochzeitsvorbereitungen zur Kenntnis: Prinz William und Kate Middleton.
Ganz England nimmt ihre Hochzeitsvorbereitungen zur Kenntnis: Prinz William und Kate Middleton.
Keystone
Schon mit drei Jahren ist der kleinen Kate kein Berg zu hoch: In den Ferien im Lake District in England.
Schon mit drei Jahren ist der kleinen Kate kein Berg zu hoch: In den Ferien im Lake District in England.
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Dort hat sie auch Prinz William kennengelernt. Die Hochzeit wird am 29. April 2011 in der Westminster Abbey in London stattfinden.
Dort hat sie auch Prinz William kennengelernt. Die Hochzeit wird am 29. April 2011 in der Westminster Abbey in London stattfinden.
Keystone
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Kate probte bereits am Freitag für die grosse Prinzenhochzeit in der Londoner Westminster Abbey - nicht mit ihrem Bräutigam Prinz William, sondern mit dessen Bruder und Trauzeugen Harry. Die Braut (29) und ihr künftiger Schwager Prinz Harry (26) führten die kleinen Brautmädchen und -jungen durch die Kirche, um sie mit der Situation vertraut zu machen, berichteten britische Medien am Samstag.

William sei bei der Probe nicht dabei gewesen, dafür aber Kates Schwester und Trauzeugin Pippa. Ein Palastsprecher bestätigte die Aktion: «Dies war eine von vielen Übungen, die stattfinden werden, und es war nicht die erste.»

Jede Sekunde verplant

Für die Fernsehübertragung der Hochzeit am 29. April werden weltweit etliche Millionen Zuschauer erwartet - sogar von Milliarden ist schon die Rede. Der Zeitplan, der am Freitag vom Königshaus veröffentlicht worden war, ist minuziös und schreibt allen wichtigen Personen genau vor, wann sie wo erscheinen müssen.

Harry ist Trauzeuge von Bruder William und hat deshalb zahlreiche Aufgaben rund um die Zeremonie. Für ihn gab es am Wochenende eine Erfolgsnachricht: Nach fünf Jahren als Lieutenant bei der britischen Armee ist er zum Captain (Hauptmann) aufgestiegen.

Harry absolviert derzeit eine Ausbildung zum Helikopter-Piloten. In der neuen Position verdient er etwa zwischen 38'000 und 45'000 Pfund (65'500 Franken) jährlich.

Kates Eltern zahlen mit

Bei Kates Eltern landet zum Glück der Braut etwas mehr auf dem Konto. Die Middletons sind mit ihrem Partyartikel-Versand Millionäre geworden.

Zur Hochzeit steuern sie einem Bericht der «Sunday Times» zufolge 100'000 Pfund bei. Die Familie der Braut halte die Tradition aufrecht und zahle unter anderem die Kleider der Braut, die Kleider der Brautmädchen und der Trauzeugin sowie die Hochzeitsreise, berichtete die Zeitung. Eine Quelle wurde nicht genannt. Allein Kates Kleider sollen 30'000 Pfund kosten.

George Michael schenkt ein Lied

Komplett auf eigene Einnahmen durch die Prinzenhochzeit verzichtet Popstar George Michael. Der 47-Jährige ist zwar nicht eingeladen, hat aber trotzdem ein Lied als Geschenk für das Paar aufgenommen.

Seine Interpretation des Stevie-Wonder-Songs «You and I» steht im Internet zum Herunterladen bereit - zusammen mit der Bitte an die Fans, an die vom Brautpaar ausgewählten Hilfsorganisationen zu spenden. Michael war ein Freund von Williams verstorbener Mutter Diana.

Diskussion um die Thronfolge

Die Hochzeit ist noch nicht vorbei, da denken die Briten schon an ein royales Baby und dessen Recht auf den Thron. Laut «Sunday Times» plant die Regierung, das Gesetz für die Thronfolge im Königreich in den kommenden neun Monaten zu ändern - möglichst bevor William und Kate ihr erstes Kind bekommen könnten.

Derzeit verlieren erstgeborene Mädchen das Recht auf den Thron, wenn sie einen jüngeren Bruder bekommen. Das Gesetz geht auf das Jahr 1701 zurück.

Dem Zeitungsbericht zufolge plant Premierminister David Cameron, einen Brief an die Mitglieder des Staatenbundes Commonwealth zu schreiben, um deren notwendige Einwilligung für eine Gesetzesänderung zu bekommen. Vize-Premier Nick Clegg hatte am Samstag gesagt, er und Cameron seien dafür, dass mehr Gleichberechtigung in die Thronfolge-Regelung kommt.

In den vergangenen Jahren waren immer wieder Versuche unternommen worden, Frauen den Weg zum Thron zu öffnen. Laut «Sunday Times» ist die Queen für eine Änderung, offiziell hiess es vom Palast jedoch, es sei Sache der Regierung, darüber zu entscheiden.

SDA/pbe

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