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«Es wäre grässlich, 50 Milliarden zu erben»

Roger Schawinski lobt das Bestreben der US-Milliardäre, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. In der Schweiz seien Reiche längst nicht so weit.

Herr Schawinski, Sie kritisieren in Ihrer Kolumne die Spendemoral der Schweizer. Ich weise vielmehr darauf hin, dass die Mentalität der Superreichen, ihr Vermögen mit der Gesellschaft zu teilen, in der Schweiz nicht so verbreitet ist wie in den USA. Und wenn man es tut, wird es hierzulande meist totgeschwiegen. Obwohl man Nachahmer auf den Plan rufen könnte.

Reiche Schweizer haben also ein verkümmertes Spende-Verständnis? Die veröffentlichten Reaktionen auf die Aktion der US-Milliardäre, die mindestens die Hälfte ihres Vermögens weggeben wollen, sind doch grotesk. So kritisierte etwa der Unternehmer und FDP-Nationalrat Otto Ineichen die Initianten Bill Gates und Warren Buffett, dass sie bloss spekulieren würden, statt nachhaltig zu investieren. Das soll doch nur von der eigenen Kleinherzigkeit ablenken. Oder die Wortmeldung von Hausi Leutenegger: Er sei auch grosszügig, immerhin habe er 120 Leute an sein eigenes Golfturnier eingeladen. Das ist einfach nur noch bizarr.

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