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«Ich muss ins Gefängnis»

Am Samstag wurde Shawne Fieldings Website vom Netz genommen. Doch auf ihrem Blog, der eigentlich ein Webpranger ist, wettert die Amerikanerin weiter gegen ihren Ex-Mann Thomas Borer.

Einer der letzten gemeinsamen Auftritte: Thomas Borer-Fielding und Ehefrau Shawne am Deutschen Opernball 2009 in Frankfurt.
Einer der letzten gemeinsamen Auftritte: Thomas Borer-Fielding und Ehefrau Shawne am Deutschen Opernball 2009 in Frankfurt.
Keystone
Beliebter Partygast: Shawne Fielding 2008 an der Schweizer Premiere des James-Bond-Films «Quantum of Solace» in Emmenbrücke.
Beliebter Partygast: Shawne Fielding 2008 an der Schweizer Premiere des James-Bond-Films «Quantum of Solace» in Emmenbrücke.
Keystone
Nicht lange und der nächste Auftritt steht an: Thomas Borer geniesst im April 2008 den traditionellen Sechseläutenumzug in der Zürcher Innenstadt.
Nicht lange und der nächste Auftritt steht an: Thomas Borer geniesst im April 2008 den traditionellen Sechseläutenumzug in der Zürcher Innenstadt.
Keystone
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Dass sich Shawne Fielding und Thomas Borer einen Rosenkrieg liefern, ist nichts Neues. Streitpunkt sind neben Unterhaltszahlungen vor allem die beiden Kinder, die vor zwei Jahren Thomas Borer per Gerichtsentscheid zugesprochen wurden. Nun hat die Art und Weise, wie Fielding ihrem Unmut Luft macht, jedoch eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Auf ihrer Website und ihrem Blog veröffentlichte sie in den vergangenen Tagen Unterlagen der Vormundschaftsbehörde sowie Korrespondenz und Kontoabrechnungen Borers. Ausserdem publizierte Fielding einen Brief Borers, in dem er sie auffordert, ihre Postings zu entfernen. Angereichert ist der Blog, der vielmehr ein Webpranger ist, mit Fotos ihrer Kinder. Aber auch für die Todesnachricht Osama Bin Ladens hats Platz.

Blog läuft über Google

Am Samstag war dann Folgendes auf Fieldings Blog zu lesen: «In zwei Stunden wird meine Website vom Schweizer Provider heruntergefahren, weil Thomas Borer den Tatsachen nicht ins Auge sehen kann.» Tatsächlich ist Fieldings Site seit Samstag Nachmittag nicht mehr erreichbar.

Inzwischen hat sich Fielding bereits dazu geäussert. «Er hat gedroht, meinen Provider vor Gericht zu zerren», so Fielding am Sonntag auf ihrem Blog, der nicht abgeschaltet worden ist. Und weiter: ««www.shawnefielding.com sollte heute wieder laufen.» Denn Borer sei entgangen, dass sie im Ausland einen Provider finden könne und ihr Blog sowieso über Google laufe.

Wikileaks soll übernehmen

Technisch gesehen hat Fielding Recht. Doch mit ihren jüngsten Äusserungen (etwa: «Ich habe einen neuen Rufnamen für Thomas: Tom the Toad – Tom die Kröte») bewegt sie sich auf dünnem Eis. Zumal Borer offenbar seit längerem schon mehrere Verfahren wegen Verleumdung und übler Nachrede gegen Fielding anstrebt. Dass die Angelegenheit teuer werden kann, dessen ist sich offenbar auch Shawne Fielding bewusst. «Ich habe kein Geld für meine Verteidigung, kann meine Bussen nicht bezahlen. Ich muss ins Gefängnis. Wikileaks oder eine ähnliche Organisation wird dann meine Site weiterführen.»

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