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Kriegsverbrecher-Witwe gibt Konzert in Rümlang

Ceca Raznatovic, die Witwe des serbischen Kriegsverbrechers Arkan, kommt in die Schweiz. Die Balkan-Pop-Queen gibt ein Konzert in einer Disco in Rümlang.

Lässt sich von ihren Fans feiern: Ceca an einem Konzert in Belgrad. (Juni 2007)
Lässt sich von ihren Fans feiern: Ceca an einem Konzert in Belgrad. (Juni 2007)
Keystone
Serbisches Promi-Paar.
Serbisches Promi-Paar.
Keystone
Ceca Raznatovic bei einem Konzert in Belgrad im Juni 2006.
Ceca Raznatovic bei einem Konzert in Belgrad im Juni 2006.
Keystone
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Zeljko Raznatovic alias «Arkan» starb vor acht Jahren in einem Kugelhagel im Hotel Intercontinental in Belgrad. Er soll im kroatischen Vukovar massgeblich an Massakern beteiligt gewesen sein. Auch im bosnischen Sanski Most soll Arkan schlimmste Kriegsverbrechen begangen haben. Seine Frau Ceca gilt als eine Art Madonna des Balkans. Am 29. November kommt die serbische Popqueen in die Schweiz. Sie gibt ein Konzert in der Disco Grodoonia in Rümlang. Ihr Auftritt wird auf der Homepage angekündigt.

Schon einmal Interventionen im Parlament

Vor drei Jahren trat die Arkan-Witwe bereits einmal in der Schweiz auf – ebenfalls in Rümlang. Das führte zu Interventionen im Parlament. Die Berner SP-Nationalrätin Evi Allemann kritisierte die Visa-Vergabe an Personen aus dem Kriegsverbrechermilieu. Ceca Raznatovic unterhalte Kontakte zur faschistischen «Partei der serbischen Einheit» und zur Führungsspitze der serbischen Mafia. Allemann doppelt jetzt nach: «Die Einreise solcher Personen ist problematisch.» Sie finde es nicht gut, dass die Schweiz keine strengere Einreisevorschriften für solche Leute erlasse - «zumal Ceca Raznatovic unbestrittermassen Beziehungen zum Kriegsverbrechermilieu pflegt», präzisiert die Bernerin.

Das EDA wollte vor drei Jahren keine Einreisesperre verhängen

Das Auswärtige Amt von Michelin Calmy-Rey war 2005 zwar über den Schweizer Auftritt der Arkan-Witwe informiert, wollte aber nichts dagegen unternehmen. Frau Raznatovic sei politisch nicht aktiv. Sie werde von den serbischen Polizeibehörden auch nicht gesucht und figuriere weder auf den Listen des Bundesamtes für Polizei (fedpol) noch im europäischen System SIS, antworte das EDA auf Allemanns Intervention.

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