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Miss Schweiz: Die ungeklärte IQ-Frage

Muss eine Miss Schweiz intelligent sein? Die Show vom Samstag liess den 16 Schönen keine Chance, die Frage zu beantworten.

Selbstbewusst in Pose: Whitney Toyloy im Bikini-Durchgang.
Selbstbewusst in Pose: Whitney Toyloy im Bikini-Durchgang.
Keystone
Noch mit offenen Haaren: Die spätere Miss zu Beginn der Show.
Noch mit offenen Haaren: Die spätere Miss zu Beginn der Show.
Keystone
Whitney Toyloy versteht sich als Vertreterin der multikulturellen Schweiz.
Whitney Toyloy versteht sich als Vertreterin der multikulturellen Schweiz.
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Als vor zwei Wochen die Sizilianerin Miriam Leone zur Miss Italia gekürt wurde, gab es im südlichen Nachbarland nur ein Thema: Den Taillenumfang der Finalistin Benedetta Mazza aus Umbrien. Trotz ihrer 80-70-83 hatte sie es geschafft, in die 90-60-90-Welt der Schönsten einzudringen. Leidenschaftlich diskutierte ganz Italien, wie «dick» eine Miss-Kandidatin sein kann, darf oder muss.

Da haben wir es schon viel besser. Bei uns fragte man sich nämlich im Vorfeld der Wahl, wie intelligent eine Miss-Kandidatin sein kann, darf oder muss. Richtig beantwortet ist die Frage allerdings nicht. Die Siegerin, die 18-jährige Whitney Toyloy aus Yverdon, geht noch ins Gymnasium, man weiss also noch nicht so recht, wohin sie ihr IQ noch bringen wird. Immerhin zeigten die Schweizerinnen und Schweizer mit den andern beiden Finalistinnen, worauf es ihnen ankommt: Solides Berufstum. Die Zweitplatzierte, die Zürcherin Rekha Datta, ist angehende Bankkundenberaterin; die Dritte, die Tessinerin Lisa Panigada, führt einen eigenen Kosmetiksalon.

Die Masse waren kein Thema

In der ersten Runde ausgeschieden ist hingegen Katja Diethelm, welche die ganze Intelligenzdebatte mit ihren Bemerkungen über das mangelnde Politikwissen der andern Kandidatinnen losgetreten hatte. Zur Verteidigung der Jusstudentin sei allerdings angefügt, dass Intelligenz an der samstäglichen Show gar nicht gefragt war. Ausser dekorativem Herumstehen und Herumgehen hatten die 16 Schönen im Centro Esposizioni in Lugano nichts zu leisten.

Wie dem auch sei. Die Jüngste unter den 16 Kandidatinnen hat den Titel sicher verdient. Vorher hatte sie nämlich bereits eine Fotografenjury zur Miss Photogénique gekürt. Nun wird sie das Gymnasium für ein Jahr unterbrechen, um sich voll auf ihr Amt konzentrieren zu können.

Kein Thema in Lugano waren übrigens die Masse der Missen. Der Vollständigkeit halber sei daher ergänzt: Bei einer Körpergrösse von 177 Zentimetern misst Whitney Toyloy 82-60-90. Dass die Schweiz keine Probleme mit «dicken» Schönen hat, zeigte die Baslerin Alessia Nowak. Mit 66 Zentimetern um die Hüfte kommt sie schon fast an Benedetta Mazza aus Umbrien heran - und schaffte es trotzdem in die zweite Runde. Immerhin.

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