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Moiré zofft sich mit Kuratorin in Deutschland

Ohne Kleider und nur mit einer Virtual-Reality-Brille wollte die Luzernerin ihre Nackt­performance in eine Skulptur-Ausstellung tragen. Nun macht sie einen Rückzieher.

Man erkennt sie kaum: Milo Moiré mit Kleidern auf dem Barfüsser-Platz in Basel. (17. Juni 2015)
Man erkennt sie kaum: Milo Moiré mit Kleidern auf dem Barfüsser-Platz in Basel. (17. Juni 2015)
Georgios Kefalas, Keystone
Nacktselfies: Neben der Art Basel hat Milo Moiré für ihre Performance «Naked Selfies» eine Kamera aufgestellt. (17. Juni 2015)
Nacktselfies: Neben der Art Basel hat Milo Moiré für ihre Performance «Naked Selfies» eine Kamera aufgestellt. (17. Juni 2015)
Georgios Kefalas, Keystone
Mit Worten verführen: Eine detailliert beschriftete Moiré an der ...
Mit Worten verführen: Eine detailliert beschriftete Moiré an der ...
Joel Gernet
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Nur mit einer Virtual-Reality-Brille (und mit Binärcodes auf Po und Schambereich) wollte die Nacktkünstlerin Milo Moiré heute in Münster ihren Social-Media-Followern die Werke der Ausstellung «Skulptur Projekte» präsentieren. Wollte. Denn die 34-jährige Luzernerin liess heute per Communiqué mitteilen, dass sie ihre hüllenlose Livestream-Übertragung auf ihrer Facebook-Seite – die Performance läuft unter dem Titel «Ceci n'est pas une femme nue» («Dies ist keine nackte Frau») ausfallen lässt. Nach eigenen Angaben werde Moiré von der Kuratorin Britta Peters boykottiert.

Keine PR-Arbeit für Ausstellung

Die Kuratorin habe sich am Vorabend der geplanten Performance bei der Schweizerin gemeldet und ihr telefonisch und per E-Mail mitgeteilt, dass sie nichts von ihrer Kunst halte. Unter diesen Umständen wolle Moiré auf keinen Fall noch Öffentlichkeitsarbeit für die Ausstellung machen, die seit 1977 im Abstand von zehn Jahren im westfälischen Münster stattfindet.

Ihre Performance sei bereits in der Bundeskunsthalle Bonn und im Museum of Modern and Contemporary Art in Rijeka zu sehen gewesen. Dabei sei sie sowohl von Seiten der Politik als auch der Kultur beglückwünscht worden, schreibt Moirés Pressesprecher und Freund Peter Palm. Ob ihre Performance-Serie «Ceci n’est pas une femme nue» woanders fortgesetzt wird, wurde nicht mitgeteilt.

Milo Moiré blickt mit VR-Brille auf Kunstwerke. (Video: Youtube/MiloMoire)

Die Künstlerin machte in der Vergangenheit immer wieder auf sich aufmerksam, etwa indem sie mit Farbe gefüllte Eier aus ihrer Vagina presste, die beim Zerbrechen Bilder erzeugten. Dass Moirés Kunst nicht überall gern gesehen ist, ist der Schweizerin nicht neu: 2014 verweigerte ihr die Art Basel den Zutritt, als sie ihre Nackt­performance in die Messe tragen wollte.

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