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Stars setzen auf Hochprozentiges

Schauspieler und Musiker in den USA verdienen mit Schnaps viel Geld. Nun kündigte auch «Rocky» eine eigene Spirituose an.

Gerade hat der vermutlich älteste Influencer der Welt, Sylvester Stallone (72), per Instagram verkündet, dass er unter die Whiskeyhersteller geht. Man sieht in dem von ihm geposteten Clip eine kleine Abfüllanlage, in der Bourbon auf Flaschen gezogen wird. Diese Flaschen zieren ein Pferdekopf und der Markenname «Stallone».

Der Pferdekopf, das wissen Fans, bezieht sich auf Stallones berühmteste Figur, den Boxer Rocky, der sich in der Filmserie den Kampfnamen der «Italienische Hengst» verlieh.

Auch andere Männer geben sich für harte Getränke her. Vor kurzem verkündete die Band Metallica, dass es von ihr Whiskey für Heavy-Metal-Fans geben wird. Sie folgt damit so unterschiedlichen Kollegen wie Jay-Z, Drake und Bob Dylan, die bereits eigene Whiskeysorten haben. Marilyn Manson zeichnet für einen Absinth namens «Mansinthe», obwohl der Musiker angeblich selber keinen Alkohol mehr trinkt.

Was bei Parfüms schon seit vielen Jahren funktioniert, hat die boomende Spirituosenbranche erreicht: Es wird immer unübersichtlicher im Schnapsregal, da bringt Prominenz die notwendige Aufmerksamkeit. Allein in den USA wurde im vergangenen Jahr ein Rekordumsatz von 26 Milliarden US-Dollar mit Spirituosen erzielt, 4 Prozent mehr als im ebenfalls guten Vorjahr.

Der Trend zum Promi-Schnaps dürfte sich noch verschärfen, nachdem George Clooney in diesem Sommer die «Forbes»-Liste der bestverdienenden Schauspieler angeführt hatte, noch vor Dwayne «The Rock» Johnson. Clooney verdiente etwa 207 Millionen Euro im erfassten Zeitraum, dabei drehte er nur einen Film, der auch noch floppte, während Johnson derzeit einer der bestdotierten Schauspieler der Welt sein dürfte, mit noch mehr Instagram-Followern als Sylvester Stallone.

Clooney machte Kasse

Aber George Clooney verkaufte seine Tequila-Destillerie, die er nur wenige Jahre zuvor mit zwei Partnern gegründet hatte, für etwa 700 Millionen US-Dollar. Das hübsch gestaltete «Casamigos»-Etikett wird aber weiterhin von Clooney unterschrieben werden und ist so gleichzeitig eine Art Qualitätsgarantie und Autogramm.

George Clooney und Rande Gerber mit ihrem Tequila «Casamigos». (Bild: PD)
George Clooney und Rande Gerber mit ihrem Tequila «Casamigos». (Bild: PD)

Auch Schauspieler Ryan Reynolds, derzeit im Kino erfolgreich als Anti-Superheld Deadpool, investierte erst in diesem März in einen Ginhersteller. Auf Nachfrage, wie er sich in die Produktion einbringe, antwortete Reynolds: «Meine Verantwortung in der Firma ist gewaltig, ich verbringe ganze Tage damit, fotografiert zu werden und immer wieder meine Kiefermuskeln anzuspannen, während ich auf Dinge zeige und nicke.» Er machte sich auf diese Weise über den Zirkus lustig, den seine prominenten Kollegen veranstalten, um ihre finanziellen Interessen zu verschleiern und das Ganze als ein edles Hobby zu verkaufen.

Der Metallica-Whiskey wird übrigens angeblich mit einem eigens entwickelten Lautsprecher beschallt, der besonders tiefe Frequenzen aussendet für die, wie es heisst, «molekulare Interaktion». Ausserdem bekommt der Whiskey beim Reifen nur von der Band ausgesuchte Lieder vorgespielt. Noch ungeklärt ist indes die Frage, ob und wann der Stallone- oder der Metallica-Whiskey nach Europa, man darf wohl sagen, rüberschwappen.

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