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Strauss-Kahn soll in Wien Prostituierte gebucht haben

Das Sexualleben des ehemaligen IWF-Direktors Strauss-Kahn wird weiter in der Öffentlichkeit ausgebreitet. Die Spur eines in Frankreich illegalen Prostituierten-Rings führt offenbar auch nach Österreich.

In die französischen Ermittlungen um illegale Zuhälterei geraten: Dominique Strauss-Kahn (links). (Archivbild vom 28. September 2011)
In die französischen Ermittlungen um illegale Zuhälterei geraten: Dominique Strauss-Kahn (links). (Archivbild vom 28. September 2011)

Der wegen Vergewaltigungsvorwürfen zurückgetretene frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hatte offenbar auch in Wien Kontakt zu Prostituierten eines illegalen französischen Zuhälterrings. 2009 soll Strauss-Kahn am Abend vor einem Treffen mit dem damaligen österreichischen Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) mit einer Prostituierten zusammen gewesen sei. Diese habe für einen Geschäftsmann gearbeitet, gegen den die französische Polizei wegen Zuhälterei ermittelt, wie das Nachrichtenmagazin «profil» berichtet.

Als Beleg führte das Magazin mehrere SMS an, die Strauss-Kahn an den Geschäftsmann geschickt habe. In einer heisst es: «Ich nehme eine Kleine mit in die Clubs von Wien am Donnerstag, 14. Mai. Möchtest Du mit einem Fräulein kommen?» Laut französischem Recht ist es zwar nicht verboten, die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen, jedoch ist es rechtswidrig, diese zu vermitteln.

Strauss-Kahn nahm Telefon des Zuhälters an sich

Auch im französischen Skandal um Zuhälterei in Luxushotels untersucht die Polizei Telefonkontakte Strauss-Kahns. Die Polizei stellte das Handy eines Geschäftsmannes sicher, der das Telefon offenbar bei einem Abend im Februar 2011 mit Strauss-Kahn und Prostituierten verloren hatte. Strauss-Kahn habe es aufgesammelt und erst Monate später bei einem weiteren Abend mit gekauftem Sex in New York dem Besitzer zurück gegeben. Über dieses Telefon seien die verbotenen Treffen mit Call-Girls vereinbart worden.

Die Affäre erschüttert seit mehreren Wochen das politische Milieu in Frankreich. Die Ermittler vermuten, in mehreren Luxus-Hotels in Lille und auch Paris seien über Jahre Call-Girls an prominente Gäste vermittelt worden sein.

dapd/rub

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