Zum Hauptinhalt springen

Weinstein verlässt die Führung seiner Firma

Nun hat der in Ungnade gefallene US-Filmproduzent Harvey Weinstein auch noch seinen letzten Posten geräumt. Auch Amazon-Unterhaltungschef Roy Price geht.

«Weshalb ziehen wir den Präsidenten nicht zur Rechenschaft?»: Drei weitere Frauen werfen Trump vor, sie belästigt zu haben. (11. Dezember 2017)
«Weshalb ziehen wir den Präsidenten nicht zur Rechenschaft?»: Drei weitere Frauen werfen Trump vor, sie belästigt zu haben. (11. Dezember 2017)
Monica Schipper, AFP
Rückzug: Al Franken (M.) vor seiner Ankündigung im Capitol von Washington. (7. Dezember 2017)
Rückzug: Al Franken (M.) vor seiner Ankündigung im Capitol von Washington. (7. Dezember 2017)
Getty Images
Aus US-Filmakademie ausgeschlossen: Gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein wird wegen sexueller Übergriffe ermittelt. (Archivbild)
Aus US-Filmakademie ausgeschlossen: Gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein wird wegen sexueller Übergriffe ermittelt. (Archivbild)
Richard Shotwell, Keystone
1 / 71

Der wegen sexueller Belästigungen in Ungnade gefallene US-Filmproduzent Harvey Weinstein hat seinen letzten Posten in seiner früheren Firma aufgegeben. Der 65-Jährige trat am Dienstag aus dem Verwaltungsrat der von ihm mitgegründeten Produktionsfirma zurück, wie aus seinem Umfeld verlautete. Demnach erfolgte der Rücktritt bei einem Treffen von Weinsteins Anwälten mit dem Verwaltungsrat der Weinstein Company in New York.

Die Weinstein Company hatte ihren Mitgründer bereits am 8. Oktober, kurz nach Bekanntwerden der Belästigungsvorwürfe, als Ko-Chef entlassen. Der Produzent hatte aber weiter seinen Sitz im Verwaltungsrat der Firma inne.

Roy Price zog Konsequenzen

Der ebenfalls mit Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontierte Chef der Amazon-Unterhaltungssparte, Roy Price, zog ebenfalls Konsequenzen: Price sei zurückgetreten, sagte eine Amazon-Sprecherin am Dienstag. Der 51-Jährige war vergangene Woche bereits beurlaubt worden. Die Vorwürfe gegen Price waren laut geworden, als im Zuge der Weinstein-Affäre immer mehr Frauen von derartigen Erfahrungen berichteten. Price wird von einer Filmproduzentin belastet.

Die «New York Times» und das Magazin «New Yorker» hatten Anfang Oktober enthüllt, dass Weinstein über Jahrzehnte Frauen sexuell belästigt und sogar vergewaltigt haben soll. Insgesamt meldeten sich mehr als 40 Schauspielerinnen und Models mit entsprechenden Vorwürfen zu Wort, darunter Stars wie Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow.

Weinstein soll «Game of Thrones»-Star belästigt haben

Zuletzt gab am Dienstag die Schauspielerin Lena Headey an, von Weinstein sexuell belästigt worden zu sein. Der «Game of Thrones»-Star beschrieb die Vorfälle in mehreren Twitter-Kurzmitteilungen. Als sie Weinstein gesagt habe, dass sie an nichts anderem als an Arbeit interessiert, sei er «aufgebracht» gewesen.

Der Vater von fünf Kindern zählte bisher zu den erfolgreichsten Hollywood-Produzenten. Die von seiner Firma produzierten Filme holten mehr als 300 Oscar-Nominierungen und 81 Oscars. Die Oscar-Akademie schloss Weinstein vergangene Woche aus ihren Reihen aus. Die US-Produzentenvereinigung hat ihrerseits ein Ausschlussverfahren eingeleitet.

(AFP)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch