Welle der Solidarität dank Westerwelles TV-Auftritt

Der Fernsehauftritt des an Leukämie erkrankten früheren Aussenministers Guido Westerwelle bewegt Deutschland. Die Zahl der Stammzellenspender stieg sprunghaft an.

Motiviert offenbar potenzielle Knochenmarkspender: Guido Westerwelle (Mitte) mit seinem Ehemann Michael Mronz (links) und dem FDP-Parteipräsidenten Christian Lindner. (8. November 2015)

Motiviert offenbar potenzielle Knochenmarkspender: Guido Westerwelle (Mitte) mit seinem Ehemann Michael Mronz (links) und dem FDP-Parteipräsidenten Christian Lindner. (8. November 2015) Bild: Jörg Carstensen/Keystone

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Nach den TV-Auftritten des an Leukämie erkrankten früheren Aussenministers Guido Westerwelle hat die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) einem Bericht zufolge einen sprunghaften Anstieg von Registrierungen zur Stammzellenspende verzeichnet.

Wie der «Kölner Stadt-Anzeiger» vom Dienstag berichtete, registrierten sich von Sonntag bis Montag über 2100 Menschen auf der Internetseite als potenzielle Spender. Das seien alles Menschen gewesen, «die angaben, dass sie durch das Fernsehen auf uns aufmerksam geworden sind», sagte DKMS-Sprecherin Julia Runge der Zeitung. «Das sind sonst nur 100 bis 200 täglich.»

Westerwelle hatte am Sonntag im ARD-Talk von Günther Jauch sowie mit RTL über seine Erkrankung gesprochen. Bei dem früheren FDP-Chef war 2014 Blutkrebs festgestellt worden. Geholfen wurde ihm mit einer Stammzellenspende. Die DKMS verzeichnete nach eigenen Angaben am Sonntag rund 20'000 Besuche auf ihrer Internetseite. Am Sonntag zuvor waren es demnach nur 5300. (chk/AFP)

Erstellt: 10.11.2015, 06:56 Uhr

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