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Pole irrt mit Katze sieben Monate im Ozean umher

Ein Mann hat sich mit einem kleinen Boot im Indik verirrt. Er und seine Katze haben sich nur von Fertigsuppe ernährt. Jetzt sind sie gerettet worden.

Ein Pole ist mit seiner Katze sieben Monate lang auf dem Indik herumgeirrt. (27. Dezember 2017)
Ein Pole ist mit seiner Katze sieben Monate lang auf dem Indik herumgeirrt. (27. Dezember 2017)
Richard Bouhet, AFP
Sein Ziel war Südafrika...
Sein Ziel war Südafrika...
Richard Bouhet, AFP
Um die Mahlzeiten zu ergänzen, hat er für sich und das Büsi auch geangelt.
Um die Mahlzeiten zu ergänzen, hat er für sich und das Büsi auch geangelt.
Richard Bouhet, AFP
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Spärliche Nahrung und als einzige Gesellschaft eine Katze – unter diesen widrigen Umständen hat ein Pole nach eigenen Angaben eine siebenmonatige Irrfahrt durch den Indischen Ozean überlebt.

Der 54-Jährige wurde am ersten Weihnachtstag vor der französischen Insel La Réunion von seinem manövrierunfähigen Boot gerettet, wie dort die französische Küstenwache am Dienstagabend (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Er war von der Besatzung einer Yacht entdeckt worden.

Strömung in der Strasse von Mosambik

Der Pole hatte im Mai von den Komoren vor der Küste Mosambiks nach Südafrika fahren wollen. Dazu verwendete er ein früheres Rettungsboot von einem Kreuzfahrtschiff, das er selbst umgebaut hatte.

Bis nach La Réunion hat es den Mann verschlagen. Karte: Google
Bis nach La Réunion hat es den Mann verschlagen. Karte: Google

Durch starke Strömungen in der Strasse von Mosambik kam er aber deutlich vom Kurs ab und trieb schliesslich bis nach La Réunion. Nach Angaben der Küstenwache waren die Instrumente seines Bootes zerstört worden und der Pole hatte keine Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

Fertigsuppe und Fisch

Der Seefahrer schilderte, er und seine Katze hätten in den vergangenen Monaten von einer halben Packung Fertigsuppe pro Tag gelebt und von dem, was er aus dem Meer habe angeln können.

Nach Schilderung des Polen hatte seine Odyssee eigentlich schon im Jahr 2014 begonnen. Nach zehn Jahren in den USA reiste er damals nach Indien und kaufte sich dort sein Boot mit dem Ziel, nach Polen zu segeln.

Zuerst das Boot reparieren

Nach zeitaufwändigen Umbauarbeiten an dem Boot habe er die Fahrt schon bald nach dem Verlassen des Hafens wegen eines Problems mit dem Mast abbrechen müssen. Er sei auf den Komoren an Land gegangen, um dort sein Boot erneut umzubauen.

Die Polizei leitete eine Untersuchung zu der Irrfahrt ein. Der 54-Jährige gab an, dass er nicht in die USA zurückreisen könne, weil seine Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen sei. Statt nach Polen zurückzukehren, wolle er nun erst einmal eine Weile auf La Réunion bleiben und sein Boot reparieren.

SDA/oli

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