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Salzsäure-Unglückszug in der Waadt aufgerichtet

Die Aufräumarbeiten kommen voran: Einsatzkräfte entleerten den toxischen Inhalt des ersten der sechs entgleisten Güterwagen. Sie mussten nach dem Einsatz ins Spital.

Mittlerweile abtransportiert: Der Tank eines Eisenbahnwaggons hängt am Kran. (29. April 2015)
Mittlerweile abtransportiert: Der Tank eines Eisenbahnwaggons hängt am Kran. (29. April 2015)
Keystone
Mit Bohrungen wollen die Behörden herausfinden, ob das Grundwasser verunreinigt wurde: In Daillens laufen die Aufräumarbeiten. (29. April 2015)
Mit Bohrungen wollen die Behörden herausfinden, ob das Grundwasser verunreinigt wurde: In Daillens laufen die Aufräumarbeiten. (29. April 2015)
Keystone
Verletzt wurde niemand.
Verletzt wurde niemand.
Beat Kälin, newspictures
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Der beim Zugunfall in Daillens VD umgekippte Güterwagen mit Salzsäure ist heute aufgerichtet und geleert worden. Nun beginnt die Bergung der fünf anderen Wagen. Die Zugstrecke bleibt noch mehrere Tage gesperrt.

«Wir unternehmen alles, was in unserer Macht steht, um möglichst schnell voranzukommen. Aber unsere grösste Sorge gilt der Sicherheit.»

Denis Froidevaux, Chef des Kantonalen Führungsstabs

Die Arbeiten am umgekippten Tankwagen mit Salzsäure gestalten sich schwierig. Am Montag konnte der Inhalt bis auf einen Rest von 1400 bis 1500 Liter abgepumpt werden. An die Rückstände kam man aber erst bei der Aufrichtung des Wagens ran.

Einsatzkräfte mussten ins Spital

Nach den Arbeiten mussten sechs Personen zur Kontrolle ins Spital gebracht werden. Sie fühlten sich unwohl. Das zeige, dass man extrem vorsichtig vorgehen müsse, sagte Froidevaux. Feuerwehr und Spezialkräfte bereiten derzeit die Bergung der anderen fünf entgleisten Wagen vor, die danach weggebracht werden sollen.

Dafür rechne man mit 24 bis 36 Stunden. Wenn alles gut laufe, seien die Arbeiten im Verlauf des Mittwochs beendet, sagte der Leiter des Kantonalen Führungsstabs.

Danach muss das Erdreich abgetragen werden, welches von 25 Tonnen Schwefelsäure verschmutzt wurde, die aus einem der entgleisten Wagen ausgelaufen waren. Bevor die Bahnlinie wieder eröffnet werden kann, muss die SBB die beschädigte Bahnlinie wieder instand setzen.

Ersatzbusse für Pendler

Die sechs Güterwagen waren in der Nacht auf Samstag bei Daillens VD entgleist. Weil die Bahnstrecke seither unterbrochen ist, müssen Pendler zwischen Lausanne und Yverdon-les-Bains sowie Lausanne und Vallorbe auf Ersatzbusse umsteigen.

Unterbrochene Verbindung: Pendler zwischen Lausanne und Yverdon-les-Bains mussten auf Ersatzbusse umsteigen. Bild: Google Maps
Unterbrochene Verbindung: Pendler zwischen Lausanne und Yverdon-les-Bains mussten auf Ersatzbusse umsteigen. Bild: Google Maps

Der Unfall löste auch eine Debatte zum Transport gefährlicher Chemikalien aus. Verkehrsministerin Doris Leuthard verteidigte jedoch am Dienstag den Transport via Bahn. Sie erachtet die Schiene als viel sicherer als die Strasse.

Das Null-Risiko existiere nicht, sagte sie in einem Interview mit der Zeitung «24 Heures». Angesichts der Menge der täglich auf dem Schienennetz transportierten Stoffe könne man sagen, dass die Sicherheit gewährleistet sei.

SDA/pst

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