Rettungsschiff springt nach Sea-Watch-Drama ein

Die Alex Mediterranea hat 54 Flüchtlinge vor Libyen aufgenommen. An Bord sind vier Kinder und drei Schwangere.

«Wir sind enorm glücklich, 54 Menschen aus der Hölle Libyen entrissen zu haben», teilte die Rettungsorganisation Mediterranea Saving Humans mit. (Foto: Reuters)

«Wir sind enorm glücklich, 54 Menschen aus der Hölle Libyen entrissen zu haben», teilte die Rettungsorganisation Mediterranea Saving Humans mit. (Foto: Reuters)

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Nach dem Drama um das Rettungsschiff «Sea-Watch 3» hat nun eine andere Hilfsorganisation Flüchtlinge vor Libyen mit ihrem Schiff aufgenommen. 54 Schiffbrüchige seien gerettet worden, teilte die italienische NGO Mediterranea Saving Humans am Donnerstag mit.

An Bord der Alex Mediterranea seien auch vier Kinder und drei Schwangere. «Wir sind enorm glücklich, 54 Menschen aus der Hölle Libyen entrissen zu haben.» Es sei nun sofort ein sicherer Hafen notwendig.

86 Flüchtlinge erleiden Schiffbruch – nur 3 Überlebende

Italiens Innenminister Matteo Salvini wehrte ab. Das Schiff solle nach Tunesien fahren, erklärte er. Vor Tunesien war es allerdings erst am Donnerstag zu einem neuen Bootsunglück gekommen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) befürchtete Dutzende Tote.

Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea Watch war mit Dutzenden Flüchtlinge mehr als zwei Wochen auf dem Meer blockiert, bevor die Kapitänin Carola Rackete trotz Verbots der italienischen Regierung in den Hafen von Lampedusa gefahren ist. (sda)

Erstellt: 04.07.2019, 23:26 Uhr

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