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Polizei räumt besetzten Schlachthof von Bell

Aktivisten aus dem In- und Ausland sind in Oensingen SO in das Gebäude des Fleischverarbeitungsbetriebes eingedrungen. Bei den Festnahmen gab es Leichtverletzte.

Nichts geht mehr: Über hundert Aktivisten blockieren den Betrieb im Schlachthaus von Bell in Oensingen SO. Video: Facebook / 269 Libération Animale, Suisse

Über 100 Aktivisten haben in Oensingen SO einen Schlachthof blockiert: Die Polizei hat die Protestierenden, die das Areal nicht freiwillig verlassen wollten, in einem Grosseinsatz während mehreren Stunden «geordnet vom Gelände geführt».

Die Auflösung der Protestaktion habe um zirka 20 Uhr beendet werden können, teilte die Polizei des Kantons Solothurn am Mittwochabend mit. Über 130 Personen seien aus dem Gebäude gebracht worden. Dabei sei es zu einzelnen Zwischenfällen gekommen und einige Personen hätten sich leicht verletzt. Ein Ambulanzteam habe die Betroffenen vor Ort verarztet.

Von den beteiligten Personen sind, laut Polizei-Mitteilung, die Personalien erhoben worden. Sie werden sich, unter anderem wegen Hausfriedensbruch, strafrechtlich verantworten müssen.

Illegaler Zutritt

In der Nacht auf Mittwoch war gegen 2.15 Uhr die Meldung eingegangen, dass sich vor den Gebäuden der Bell Food Group Personen zu einer Protestaktion versammeln würden. Noch vor dem Eintreffen der Polizei hatten sich über 100 Personen illegal Zutritt in eines der Firmengebäude verschafft.

Sie besetzten den Bereich, in dem Rinder zur Schlachtung angeliefert werden. Die Aktivisten protestierten mit ihrer Blockade gegen die Tierausbeutung und die Tiertötung; sie verlangten «Gerechtigkeit für Tiere». Laut Polizeiangaben sollen sie vorwiegend aus Belgien und Frankreich angereist sein.

Die Solothurner Kantonspolizei suchte zunächst – zusammen mit der Geschäftsleitung des Betriebs – das Gespräch mit den Protestierenden. Diese verliessen jedoch trotz mehrfacher Aufforderungen das Firmengelände nicht freiwillig.

Das besetzte Schlachthofgebäude wurde in der Folge ab Mittag geräumt. Verschiedene Tierschützer hatten sich in den Treibgängen angekettet und mussten zunächst mit einem Bolzenschneider losgemacht werden.

Am Bell-Standort in Oensingen werden Tiere geschlachtet und Frischfleisch verarbeitet. Die Aktivisten haben gemäss eigenen Angaben Oensingen als «Symbol für die Fleischproduktion» ausgewählt.

(SDA)

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