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Schweizer Familie sass in Kölner Unglücksgondel

65 Personen mussten aus einer Seilbahn in Köln gerettet werden. Eine Familie aus der Schweiz fuhr just in jener Gondel, die zwei Stunden später die Panne verursachte.

Foto aus der Gondel, die sich später im Mast verhakt hat: Diese Familie hatte Glück und ist um 13 Uhr ausgestiegen – zwei Stunden vor der Panne. (30. Juli 2017)
Foto aus der Gondel, die sich später im Mast verhakt hat: Diese Familie hatte Glück und ist um 13 Uhr ausgestiegen – zwei Stunden vor der Panne. (30. Juli 2017)
Leserreporter 20 Minuten
Stillstehende Seilbahn über dem Rhein: Ein Mann und ein Kind werden aus einer Gondel abgeseilt.
Stillstehende Seilbahn über dem Rhein: Ein Mann und ein Kind werden aus einer Gondel abgeseilt.
Martin Oversohl/DPA, Keystone
Die Kölner Seilbahn wurde 1957 anlässlich der Bundesgartenschau in Betrieb genommen.
Die Kölner Seilbahn wurde 1957 anlässlich der Bundesgartenschau in Betrieb genommen.
Oliver Berg/DPA, Keystone
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In einer spektakulären Rettungsaktion haben Bergungshelfer Dutzende Gäste aus der Kölner Rhein-Seilbahn retten müssen. Insgesamt 65 Gäste seien aus den Gondeln abgeseilt worden, nachdem sich eine der Gondeln an einem Stützbalken verhakt und die ganze Seilbahn abrupt zum Stillstand gebracht hatte, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntag mitteilte.

Seilbahn-Drama in Köln: Personen werden aus Gondeln abgeseilt. (Video: Tamedia/Twitter)

Einige der Gäste – unter ihnen auch Kinder – mussten annähernd fünf Stunden auf die Rettung warten, weil die Gondeln direkt über dem Rhein zum Stillstand gekommen waren. Dies erschwerte den Einsatz: Rettungskräfte mussten die Menschen aus etwa 50 Metern Höhe auf Boote ablassen, der Feuerwehrsprecher sprach von einer anspruchsvollen Operation. Annähernd hundert Bergungshelfer seien beteiligt gewesen, zum Einsatz kamen Löschboote, Rettungsboote, Lenkmasten und Drehleitern.

Schweizer Familie hatte Glück

Eine Familie aus der Schweiz fuhr just in der Gondel, die sich wenig später im Stützbalken verheddern sollte. Es habe bereits um 13 Uhr heftig gestürmt, sagte der Familienvater gegenüber Redaktion Tamedia. Sie hätten noch mit einem Bahnangestellten gewitzelt, dass man die Anlage wegen der Sturmwarnungen schliessen müsse. Rund zwei Stunden später – kurz nach 15 Uhr – wurde die Gondel vom starken Wind aus dem Führungsseil gedrückt, was zu der Panne führte.

Verletzte gab es nach Feuerwehrangaben nicht. «Die meisten waren relativ gefasst», sagte der Sprecher. «Einige wurden kurzzeitig vom Notarzt gesichtet.» Entgegen früherer Meldungen habe aber niemand ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Die Seilbahn hat rund 30 Gondeln. Nach Betreiberangaben beförderte sie seit Inbetriebnahme 1957 rund 20 Millionen Gäste über den Rhein. Eine Rettung der Passagiere aus den Gondeln wurde nach Feuerwehrangaben erst vergangene Woche in einer Übung erprobt.

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