14 Tote bei Massenpanik in chinesischer Moschee

Im Nordwesten Chinas wurde für einen muslimischen Führer eine Gedenkzeremonie abgehalten. Bei der Essensverteilung brach Panik aus. Unter den zahlreichen Toten und Verletzten hat es auch Kinder.

Wurde von der Menschenmenge niedergetrampelt: Ein Frau wird in einem chinesischen Spital behandelt. (5. Januar 2014)

Wurde von der Menschenmenge niedergetrampelt: Ein Frau wird in einem chinesischen Spital behandelt. (5. Januar 2014) Bild: Keystone

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Bei einer Massenpanik in einer Moschee im Nordwesten Chinas sind nach Medienberichten mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter mehrere Kinder. Zehn weitere seien verletzt worden, als die Panik am Sonntag während der Verteilung von Essen ausbrach, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf örtliche Behörden. Zum Hergang wollte ein Polizeivertreter unter Hinweis auf laufende Ermittlungen zunächst nichts sagen.

Die Verletzten wurden laut Xinhua ins Krankenhaus gebracht, vier von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Zeugen berichteten, die Panik sei ausgebrochen, als während einer Gedenkzeremonie für einen religiösen Führer am Mittag Essen ausgeteilt wurde. Eine Nachrichten-Webseite veröffentlichte ein Foto, auf dem sechs auf dem Boden aufgebahrte Leichen zu sehen war. Mindestens drei Tote waren Kinder.

«Die armen Kleinen», schrieb ein Internet-Nutzer. Ein anderer fragte: «Sind die Chinesen so arm, dass all das wegen eines Stück Gebäcks geschehen muss?» Im Internet kursierten weitere Fotos, die offenbar nach dem Unglück in der Moschee in der Stadt Xiji in der Region Ningxia gemacht wurden. Zu sehen war eine grosse Menschenmenge vor dem grünen Gotteshaus, die meisten Männer. Auf dem Boden verstreut waren Schuhe und Kleidungsstücke.

In der Gegend lebt die Minderheit der Hui, von denen die meisten Muslime sind. (chk/AFP)

Erstellt: 06.01.2014, 05:20 Uhr

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