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Aktivisten wehren sich weiter gegen Räumung des Hambacher Forsts

Bei der Räumung des von Braunkohlegegnern seit Jahren besetzten Hambacher Forsts bei Köln treffen die Einsatzkräfte auf erbitterten Widerstand.

Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung: Der Hambacher Forst bei Köln wird geräumt. Video: Tamedia/AFP

Am Samstag sind bei der Räumung des von Braunkohlegegnern seit Jahren besetzten Hambacher Forsts bei Köln 34 Aktivisten festgenommen worden, teilte die Aachener Polizei mit. Zudem seien 62 Platzverweise erteilt worden. Neun Menschen wurden den Angaben zufolge leicht verletzt. In einem Baumhaus betonierten mehrere Umweltschützer laut Polizei ihre Hände ein.

Die Feuerwehr bemühte sich derweil um die Rettung von zwei Aktivisten, die sich in einem Erdloch verschanzt haben. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Kohlenstoffdioxid leiteten die Einsatzkräfte frische Luft in den Schacht, der zudem «stark einsturzgefährdet» sei. Am Samstagmorgen besetzten Braunkohlegegner ausserdem drei Bagger und zwei Förderbänder im nahegelegenen Kraftwerk Niederaussem. Nach wenigen Stunden wurde die Blockade beendet.

Symbol für Kampf gegen Kohleverstromung

Bereits am Freitag brachten die Beamten aus zwei Baumhäusern Aktivisten herunter, die sich dort angekettet hatten, wie die Polizei Aachen mitteilte. Ein Polizist habe sich bei dem Einsatz leicht verletzt. Einige Braunkohlegegner zündeten den Angaben zufolge ausserdem sogenannte Rauchtöpfe an, aus denen weisser und grüner Rauch aufstieg. Von den sechs Demonstranten, die bereits am Donnerstag festgenommenen worden waren, wurden laut Polizei fünf wieder auf freien Fuss gesetzt.

Die Polizei steht mit einem Grossaufgebot für die Räumung des Forsts bereit, in welchem sich Klimaaktivisten in Baumhäusern verschanzt haben. (13. September 2018)
Die Polizei steht mit einem Grossaufgebot für die Räumung des Forsts bereit, in welchem sich Klimaaktivisten in Baumhäusern verschanzt haben. (13. September 2018)
Henning Kaiser, AFP
Eine Luftaufnahme zeigt, wie sich der Braunkohletagebau dem Wald nähert - weitere hundert Hektar Wald sollen nun gerodet werden. (11. September 2018)
Eine Luftaufnahme zeigt, wie sich der Braunkohletagebau dem Wald nähert - weitere hundert Hektar Wald sollen nun gerodet werden. (11. September 2018)
Federico Gambarini, AFP
Die Umweltschützer wehren sich gegen das Vorhaben des Energiekonzerns RWE, ab Mitte Oktober mit der Waldrodung zu beginnen. (9. September 2018)
Die Umweltschützer wehren sich gegen das Vorhaben des Energiekonzerns RWE, ab Mitte Oktober mit der Waldrodung zu beginnen. (9. September 2018)
Christophe Gateau, AFP
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Der Hambacher Forst war in den vergangenen Monaten zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung geworden. Ein Teil des zwischen Aachen und Köln gelegenen Waldgebiets ist seit geraumer Zeit von Klimaaktivisten besetzt. Der Energiekonzern RWE will ab Mitte Oktober einen weiteren Teil des Waldes roden, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau zu erweitern.

SDA/scl

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