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178 in LKW eingepferchte Menschen befreit

In Mexiko sind dutzende Menschen offenbar knapp einer Tragödie entgangen: Aus einem abgestellten Sattelschlepper konnten Migranten aus Mittelamerika befreit werden.

Viele versuchen ihr Glück, unbemerkt über die Grenze zu kommen: Migranten an der Mexiko-USA-Grenze in Mexicali, Mexiko, am 6. Mai 2017.
Viele versuchen ihr Glück, unbemerkt über die Grenze zu kommen: Migranten an der Mexiko-USA-Grenze in Mexicali, Mexiko, am 6. Mai 2017.
Juan Barak, Keystone

Schlepper hatten einen Lastwagen auf dem Weg in die USA in der Stadt Tantima abgestellt und 178 eingepferchten Flüchtlinge ihrem Schicksal überlassen, wie Behördenvertreter des Bundesstaats Veracruz am Samstag sagten. Einige konnten jedoch flüchten und Einwohner der Stadt alarmieren.

Freiwillige leisteten den durstigen und hungrigen Flüchtlingen erste Hilfe, bis diese in ein Auffanglager gebracht wurden. Dort wurden sie ärztlich versorgt und unmittelbar darauf in ihre Heimatländer zurückgebracht. Unter den Betroffenen waren laut den Behörden auch mehrere Minderjährige.

Erinnerungen an Österreich

Erst vor einer Woche waren im US-Bundesstaat Texas zehn Menschen in einem überhitzten Lastwagen gestorben, in dem sich möglicherweise bis zu 200 Flüchtlinge befanden. Die Polizei ging davon aus, dass die Insassen von Schleppern über die mexikanische Grenze gebracht worden waren. Mehrere Überlebende konnten aus dem auf einem Supermarkt-Parkplatz abgestellten Lastwagen flüchten.

Die Fälle erinnern auch an ein Flüchtlingsdrama in Europa im August 2015: Damals waren an einer Autobahn in Österreich 71 erstickte Flüchtlinge in einem Lastwagen entdeckt worden. Unter den Opfern waren auch Kinder.

Zehntausende versuchen ihr Glück

Jedes Jahr versuchen zehntausende Menschen aus Mexiko oder Zentralamerika, heimlich über die Grenze in die USA zu gelangen. Den US-Behörden zufolge sank ihre Zahl in den vergangenen Monaten jedoch deutlich, unter anderem wegen der flüchtlingsfeindlichen Äusserungen und Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump.

Nach Angaben von Menschenrechtlern zählen Veracruz und die angrenzenden Regionen inzwischen zu den gefährlichsten Gebieten für illegale Migranten. Das liegt vor allem an Drogenkartellen wie den Los Zetas, die oftmals nur gegen Geld freies Geleit zulassen.

SDA/sep

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