20 Tote bei Explosion in Kairo – Präsident spricht von Terrorakt

Ein Autounfall hat eine tödliche Detonation ausgelöst. Gemäss Präsident Abdel Fattah al-Sisi war es kein Unfall.

Ursache der Explosion noch unklar: Menschen versuchen die brennenden Autos zu löschen. Video:AP

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Die durch eine Kollision mehrerer Autos ausgelöste Explosion in Kairo mit mindestens 20 Toten war nach Angaben von Präsident Abdel Fattah al-Sisi ein «Terrorakt». Das teilte der ägyptische Staatschef am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter und im Online-Dienst Facebook mit.

In dem Auto sei Sprengstoff entdeckt worden, informierte das Innenministerium nach einer Untersuchung des Fahrzeugs. Die Polizei vermutete eigenen Angaben zufolge die Hasm-Gruppe, bewaffnete Verbündete der Muslimbrüderschaft, hinter dem Anschlag.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt, ein Autofahrer sei mit stark überhöhter Geschwindigkeit in drei andere Fahrzeuge gekracht, was zu einer massiven Explosion geführt habe. Demnach gab es mindestens 20 Tote und 47 Verletzte, von denen mehrere in Lebensgefahr schwebten. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag kurz vor Mitternacht vor dem Nationalen Krebsinstitut im Zentrum Kairos ereignet.

Krebsklinik evakuiert

In den sozialen Medien kursierten Videos, in denen zu sehen war, wie Patienten aus der Krebsklinik in Sicherheit gebracht wurden. Dem Ministeriumssprecher zufolge wurden 78 Krebspatienten in andere Spitäler verlegt, um die Behandlung fortsetzen zu können.

Laut Augenzeugen gingen in der Klinik durch die Wucht der Explosion mehrere Fensterscheiben zu Bruch. Die an das staatliche Krebsforschungsinstitut NCI angegliederte Universität Kairo dementierte Berichte, dass die Explosion sich im Institut ereignet habe oder dass Flammen auf das Gebäude übergegriffen hätten. «Alle Patienten und Angestellten im Zentrum sind wohlauf», hiess es. Am Montagnachmittag nahm die Klinik den regulären Betrieb laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens wieder auf.

Das NCI liegt direkt am Nil und nur wenige Kilometer vom Tahrir-Platz entfernt, der 2011 zum Schauplatz der ägyptischen Revolution wurde. In der Gegend befinden sich mehrere Regierungsgebäude, darunter das Justizministerium und das Büro des Premierministers sowie ausländische Botschaften. (sda)

Erstellt: 05.08.2019, 07:25 Uhr

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