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20 Tote bei Flüchtlingsdrama vor Griechenland

Bei der griechischen Insel Lesbos ist ein Boot mit Flüchtlingen an Bord gekentert. Mindestens 20 Menschen starben, sieben werden noch vermisst. Wie ein Überlebender berichtet waren auch Kinder an Bord.

Am Strand entdeckt: Einsatzkräfte bergen die Leiche eines toten Flüchtlings. (15. Dezember 2012)
Am Strand entdeckt: Einsatzkräfte bergen die Leiche eines toten Flüchtlings. (15. Dezember 2012)
Reuters

Bei einem Flüchtlingsdrama vor der griechischen Insel Lesbos sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Es seien vier weitere Leichen an einem Strand der Insel entdeckt worden, sagte am Sonntag ein Sprecher der Hafenpolizei. Zuvor waren in derselben Gegend bereits 16 Leichen gefunden worden.

Sieben Insassen wurden noch vermisst, nur ein Mann konnte nach dem Unglück in der Nacht zu Freitag geborgen werden. Der 20-Jährige, der am Samstag aus dem Wasser gerettet worden war, berichtete von insgesamt 28 Menschen an Bord des Schiffes, darunter auch Kinder.

Nationalität der Opfer nicht bekannt

Das Schiff war nach ersten Erkenntnissen der Hafenpolizei von der türkischen Küste aus ins Meer gestochen. Knapp vier Kilometer vor der Küste der Ägäisinsel Lesbos sei es bei schlechtem Wetter gekentert.

Die Nationalität der Opfer wurden nicht bekannt gegeben. Medienberichten zufolge soll es sich bei den meisten Bootsinsassen um Männer gehandelt haben.

Die griechischen Inseln im Osten der Ägäis sind wegen ihrer Nähe zur Türkei ein häufiges Ziel von Flüchtlingen, die in die EU gelangen wollen. Besonders im Winter verunglücken immer wieder die vielfach überladenen und nicht seetauglichen Flüchtlingsboote im Mittelmeer.

SDA/fko/kle

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