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27 Menschen starben den Weissen Tod

Im vergangenen Winter sind wieder zahlreiche Wintersportler in Lawinen ums Leben gekommen – auch wegen fehlender Sicherheitsausrüstung.

Unglück im Gebiet «Chummli»: Dutzende Helfer im Diemtigtal am 5. Januar 2010.
Unglück im Gebiet «Chummli»: Dutzende Helfer im Diemtigtal am 5. Januar 2010.
Keystone

Mit 27 Todesopfern liegt die Zahl über dem mehrjährigen Durchschnitt. Laut dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) waren 20 der Opfer Touren- oder Variantenfahrer. Der schwerste Lawinenunfall ereignete sich am 3. Januar am Drümännler im bernischen Diemtigtal: Bei zwei Lawinenabgängen wurden insgesamt 14 Skitourenfahrer und Retter verschüttet, sieben von ihnen, darunter ein Rega-Rettungsarzt, kamen dabei ums Leben.

Zwei Skitourenfahrer starben am 20. Februar am Tomülpass in Safien GR, als insgesamt 9 Personen von einer Lawine erfasst worden waren. Bei den übrigen Unglücken war jeweils ein Todesopfer zu beklagen. Im mehrjährigen Durchschnitt kommen in der Schweiz während eines gesamten Jahres 25 Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. 2008/09 waren es laut SLF-Statistik 28, 2007/08 11 und 2006/07 21 Lawinenopfer zu beklagen.

Häufig ohne Suchgerät im Schnee

In diesem Winter war der Aufbau der Schneedecke lange Zeit sehr instabil, so dass Lawinen schon bei geringen Neuschneemengen niedergehen konnten. Zudem seien viele der Opfer ohne Lawinenverschütteten-Suchgerät unterwegs gewesen, erklärte ein SLF-Experte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Die Lawinenunfälle dieses Winters ereigneten sich bei den Gefahrenstufen 2 und 3, die «mässig» oder «erheblich» bedeuten. Drei Viertel aller tödlichen Unfälle ereignen sich bei diesen Stufen. Rückläufig war dagegen die Zahl der in Lawinen umgekommenen Schneeschuhwanderer: 2008/09 gab es sechs Opfer, in diesem Winter einen Toten.

SDA/raa

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