Zum Hauptinhalt springen

30 Prozent des Schmucks an der Olma fällt bei Test durch

Sie geben Nickel ab, enthalten zu viele Schwermetalle, oder verschleiern den Produktionsort – bei neun von 30 Stichproben hat der Verbraucherschutz Mängel festgestellt.

Zwei der 30 geprüften Schmuckstücke gaben Nickel ab: Besucher an der Olma im Oktober 2009.
Zwei der 30 geprüften Schmuckstücke gaben Nickel ab: Besucher an der Olma im Oktober 2009.
Symbolbild, Keystone

Das St. Galler Amt für Verbraucherschutz hat an der letzten Olma 30 Stichproben von Modeschmuck analysiert, die Marktfahrer angeboten haben: Hals- und Armketten, Verschlüsse, Ringe, Ohrstecker und Anhänger.

Dabei hätten neun Beanstandungen ausgesprochen werden müssen – 30 Prozent also –, wie es im Mitteilungsblatt des Amtes für Verbraucherschutz «Kaleidoskop» heisst. Sie enthielten zu viel Nickel, zu viel Blei oder Cadmium. Dazu gaben einige Schmuckstücke falsche Angaben über den Produktionsort an.

Grenzwerte überschritten

In zwei Fällen wurde bei der Analyse eine positive «Nickelabgabe» entdeckt, bei sieben Schmuckstücken ist der zulässige Höchstwert von Blei oder Cadmium überschritten worden.

Von einer Nickelallergie seien in der Schweiz rund 15 Prozent der Bevölkerung betroffen, heisst es weiter. Blei und Cadmium sind toxische Schwermetalle. Die Grundbelastung der Bevölkerung gelte bereits als hoch, deshalb solle «jede weitere Exposition möglichst tief gehalten werden». Seit 2012 gebe es Grenzwerte für Gegenstände, die mit dem Menschen in Kontakt kämen.

Als Folge der Kontrollen wurde ein ganzer Ständer mit rund 50 Armbändern wegen zu hohen Werten sowohl an Blei als auch an Cadmium mit einem Verkaufsverbot belegt. Beanstandungen gab es aber nicht nur beim Billigschmuck: Eine Silberkette mit rund 5 Prozent Cadmium überstieg den Höchstwert um das 500-fache.

China statt Italien

Die Händlerinnen und Händler hätten zu verschiedenen Schmuckstücken keine oder falsche Angaben zur Herkunft gemacht, heisst es im «Kaleidoskop». So sei bei einem Armband als Produktionsort Italien angegeben worden. Die Deklaration «Made in P.R.C.» habe aber gezeigt, dass China (People's Republic of China) das Herkunftsland sei.

Die Rückverfolgbarkeit von Waren sei ein zentrales Element der Selbstkontrolle, schreibt das Amt für Verbraucherschutz. Deshalb sei es problematisch, wenn die Vertreiber nicht wüssten, woher die Schmuckstücke stammten und in welchem Land sie produziert worden seien.

SDA/mch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch