360-Tonnen-Mammutbaum muss umziehen

In Boise, Idaho wird ein über 100 Jahre alter Mammutbaum umgepflanzt, um Platz für einen Gebäudeanbau zu schaffen.

Schwertransport der etwas anderen Art: Über 300'000 US-Dollar kostete die Umpflanzung des Mammutbaums. (Video: Tamedia/St. Luke's Health System via Storyful)

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Nach mehr als einem Jahrhundert hat ein riesiger Mammutbaum im US-Staat Idaho einem Gebäudeanbau weichen müssen. Der Baum wurde jedoch nicht gefällt, sondern samt seiner Wurzeln ausgegraben. Am Sonntag wurde er an einen zwei Strassenzüge entfernten neuen Standort in der Stadt Boise gebracht und in einem zuvor ausgehobenen Erdloch eingepflanzt. Um dem Baum das Anwachsen zu erleichtern, soll das Loch mit Erde vom ursprünglichen Standort des Baums aufgefüllt werden.

Mit dem Transport des 30 Meter hohen und rund 360 000 Kilogramm schweren Baumriesen war eine Spezialfirma beauftragt worden. Das Gesundheitszentrum St. Luke's in Boise zahlt für die Umpflanzung des Baums 300 000 Dollar (270 000 Euro), um Platz für eine Erweiterung zu schaffen.

Überlebenschancen 95 Prozent

Doch auch für die Spezialfirma war dieser Transport ein besonderer: Nach Angaben von Mitinhaber David Cox ist es der höchste und mit mehr als sechs Metern Umfang in der Nähe des Fusses dickste Baum, den das Unternehmen je umgesetzt habe. Der grösste Teil des Erdreichs an den Wurzeln werde mit umgepflanzt, zudem seien Bodenproben entnommen worden. Cox bezifferte die Überlebenschancen des Baums auf 95 Prozent.

Der Baum gilt als grösster Mammutbaum Idahos. Er wurde einst von dem Naturforscher John Muir als Sämling nach Boise gesandt und 1912 gepflanzt. Muir spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung des Sequoia-Nationalparks in Kalifornien. Dort, in ihrem natürlichen Lebensraum, können Mammutbäume mehrere tausend Jahre alt werden. (ap/AP)

Erstellt: 27.06.2017, 06:08 Uhr

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