39 LKW-Tote: Polizei nimmt weitere Person fest

Ein 23-jähriger Mann wird verdächtigt, in den tödlichen Menschenschmuggel in Grossbritannien verwickelt zu sein.

Die Gegend der Leichenfunds: Das Industriegelände in Grays (Esssex). (AP/Keystone/Kirsty O'Connor/Oktober 2019)

Die Gegend der Leichenfunds: Das Industriegelände in Grays (Esssex). (AP/Keystone/Kirsty O'Connor/Oktober 2019)

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Im Zusammenhang mit dem Tod von 39 Menschen in einem Lastwagen in Grays bei London gab es eine weitere Festnahme. Das teilte die Polizei in der Grafschaft Essex am Freitag mit.

Ein 23-jähriger Mann aus Nordirland sei in den frühen Morgenstunden auf einer Autobahn nahe Beaconsfield nordwestlich von London wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Menschenschmuggel und zu illegaler Einreise festgenommen worden, hiess es in der Mitteilung.

Am 23. Oktober waren in einem Kühllaster in Grays in der Grafschaft Essex nahe London 39 Leichen entdeckt worden. Vermutlich wurden die 31 Männer und acht Frauen auf diesem Weg ins Land geschmuggelt. Ein Schiff hatte den Container zuvor von Belgien nach England gebracht. Die Opfer stammten aus Vietnam.

Der Fahrer des Lastwagens muss sich wegen Totschlags in 39 Fällen verantworten. Er soll am kommenden Montag in London vor Gericht erscheinen. Im Zusammenhang mit dem Fall hatte es drei weitere Festnahmen in Grossbritannien gegeben. Auch in Irland und Vietnam waren mehrere Verdächtige festgenommen worden.

Weitere Fälle dieser Art

Seitdem gab es weitere Fälle, bei denen Menschen in Kühllastwagen entdeckt wurden. Berichte über Todesfälle hat es bislang aber nicht mehr gegeben. Erst am Donnerstagabend entdeckte die Polizei zehn mutmassliche Migranten in einem Lastwagen in Waltham Abbey der Nähe von London. Einer der Männer sei mit akuten Beschwerden zur Behandlung ins Spital gebracht worden, berichtete die Agentur PA am Freitagmorgen. Der Fahrer wurde festgenommen.

Nur Stunden zuvor waren 16 mutmassliche Migranten in einem versiegelten Lastwagenauflieger auf einer Fähre zwischen Frankreich und Irland entdeckt worden. Sie waren während einer Routinekontrolle gefunden worden. Das Schiff war auf dem Weg von Cherbourg in Frankreich nach Rosslare im Südosten Irlands.

Erstellt: 22.11.2019, 14:30 Uhr

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