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39 Tote nach Schiffsunglück auf dem Niger

In Mali kenterte auf dem Niger ein völlig überfülltes Schiff. Unter den Toten hat es viele Kinder. Rund 200 Menschen konnten gerettet werden. Mehrere Passagiere werden noch vermisst.

Auf dem Niger kommt es immer wieder zu Schiffsunfällen: Ein Mann sucht nach seiner schwangeren Frau, die noch immer vermisst wird. (13. Oktober 2013)
Auf dem Niger kommt es immer wieder zu Schiffsunfällen: Ein Mann sucht nach seiner schwangeren Frau, die noch immer vermisst wird. (13. Oktober 2013)
Keystone

Nach dem Schiffsunglück auf dem Niger in Mali ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Nach Angaben des regionalen Katastrophenschutzes vom Sonntagabend wurden mindestens 39 Menschen in den Tod gerissen – darunter viele Kinder –, als das Schiff auseinanderbrach.

Das mit Passagieren überfüllte Schiff war am Freitagabend auf dem Weg von Mopti nach Timbuktu gewesen. In der Nähe des Ortes Konna kenterte es aus noch unbekannten Gründen.

Mehrere Passagiere galten auch am Sonntagabend noch als vermisst. Etwa 200 Menschen konnten sich den Angaben zufolge selbst retten oder seien gerettet worden. «Wir haben 13 Kinder beerdigt, es war furchtbar», sagte der Lehrer Seydou Maiga, der zu den Überlebenden des Unglücks zählte.

Laut dem Gouverneur von Mopti sind Unfälle auf dem Fluss keine Seltenheit. Allerdings sei die hohe Opferzahl des jüngsten Unglücks «extrem ungewöhnlich», sagte Ibrahima Hama Traoré im öffentlichen Fernsehen.

Die Regierung in Bamako ordnete eine Untersuchung des Unglücks an. Es war bis Sonntag unklar, wie die enorme Überladung des Schiffes möglich war.

Der 2500 Kilometer lange Niger-Strom ist eine der wichtigsten Transportachsen in Mali. Er verbindet den trockenen Norden des Landes mit dem vergleichsweise fruchtbaren Süden.

SDA/chk

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