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55 Jahre Gefängnis nach Trunkenfahrt

Sie erfasste einen Fussgänger und fuhr drei Kilometer weiter - obwohl er auf ihrer Frontscheibe lag: Dafür muss eine «äusserst kaltherzige» US-Amerikanerin nun büssen.

Rauchte erst noch eine Zigarette, bevor sie dem Schwerverletzten zu Hilfe kam: die Unfallfahrerin Sherri Lynn Wilkins vor Gericht. (12. Juni 2014)
Rauchte erst noch eine Zigarette, bevor sie dem Schwerverletzten zu Hilfe kam: die Unfallfahrerin Sherri Lynn Wilkins vor Gericht. (12. Juni 2014)
Nick Ut, Keystone

In den USA ist eine Drogentherapeutin zu 55 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie im betrunkenen Zustand mit ihrem Auto einen Mann erfasste und drei Kilometer mit dem Schwerverletzten auf der Frontscheibe weiterfuhr.

Die 53-jährige Angeklagte Sherri Lynn Wilkins habe sich «äusserst kaltherzig» verhalten, als sie versucht habe, den Mann von ihrem Auto zu schleudern, anstatt ihm zu helfen, sagte Richter Henry J. Hall in Los Angeles.

Erst noch eine Zigarette geraucht

Die Unfallfahrerin hatte im November 2012 einen 31 Jahre alten Fussgänger in Los Angeles angefahren. Der schwer verletzte Mann blieb auf der Windschutzscheibe ihres Fahrzeugs liegen, doch die Angeklagte hielt erst an, als ein anderer Autofahrer sie dazu aufforderte. Während herbeigeeilte Passanten dem Mann zur Hilfe kamen, rauchte die 53-Jährige eine Zigarette. Der Fussgänger erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.

Wilkins beharrte vor Gericht darauf, während des Unfalls nicht betrunken gewesen zu sein, obwohl sie vorher Bier und drei Gläser Wodka getrunken hatte. Der Verletzte sei «vom Himmel gefallen», erklärte die Angeklagte. «Es war sehr schockierend und sehr seltsam.» Sie habe nicht verstanden, was vor sich ging.

AFP/thu

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