Zum Hauptinhalt springen

70 überflutete Keller in der Ostschweiz

Überschwemmte Keller, unterbrochene Bahnlinien und über die Ufer getretene Bäche: Wegen heftiger Niederschläge hatten Polizei und Feuerwehr in mehreren Kantonen Hochbetrieb.

Wolkenbruch über der Schweiz: Eine Bahnstrecke in der Nähe von Rotkreuz ist überflutet worden. (28. April 2015)
Wolkenbruch über der Schweiz: Eine Bahnstrecke in der Nähe von Rotkreuz ist überflutet worden. (28. April 2015)
Anthony Anex, Keystone
Die Feuerwehr richtet eine Pumpe ein, um das angesammelte Wasser ablaufen zu lassen. (28. April)
Die Feuerwehr richtet eine Pumpe ein, um das angesammelte Wasser ablaufen zu lassen. (28. April)
Anthony Anex, Keystone
Die schöne Seite des Unwetters: Wetterleuchten über den Churfirsten, dem Tristencholben, Sichelchamm und Gamsberg von Mels aus gesehen. (27. April 2015)
Die schöne Seite des Unwetters: Wetterleuchten über den Churfirsten, dem Tristencholben, Sichelchamm und Gamsberg von Mels aus gesehen. (27. April 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone
1 / 7

Von den Regenfällen besonders betroffen war der Kanton St. Gallen: 70 Mal musste die Feuerwehr wegen überfluteter Keller ausrücken. Personen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden.

Kräftige Gewitter entluden sich am Montagnachmittag zunächst über dem Jura, am späteren Abend wüteten sie vor allem in der Ostschweiz. Neben viel Regen brachten sie an manchen Orten auch Hagel. Die Hagelkörner waren laut dem Wetterdienst Meteonews teilweise bis zu vier Zentimeter gross und sorgten örtlich für eine weisse Hagelschicht auf den Strassen.

Feuerwehr in elf Gemeinden

Nachdem sich die Gewitterzelle am Montagabend ab 22.30 Uhr im Kanton St. Gallen entladen hatte, musste in elf Gemeinden die Feuerwehren aufgeboten werden. Vor allem die Region von Oberbüren bis Rorschach sei betroffen gewesen, teilte die St. Galler Kantonspolizei mit.

Bereits in der Nacht registrierte die Notrufzentrale 50 Meldungen. Bis Dienstagvormittag trafen weitere 20 Anrufe ein. Teilweise hätten die Leute hätten erst dann bemerkt, dass die Keller voller Wasser waren, erklärte Mediensprecher Hanspeter Krüsi auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

m Kanton Zug wurde die Bahnstrecke zwischen Cham und Rotkreuz beschädigt. Durch das Unwetter sei ein Schaden am Gleis entstanden, sagte Judith Aklin, Sprecherin der Zuger Polizei auf Anfrage. Die Feuerwehr sei vor Ort.

Nach Angaben der SBB bleibt die Strecke voraussichtlich bis um 17 Uhr unterbrochen. Mehrere Züge fallen zwischen Cham und Rotkreuz aus, andere werden umgeleitet. Es verkehren Ersatzbusse. Die SBB bittet die Reisenden, mehr Zeit einzuplanen.

Bäche über die Ufer getreten

Die Notrufzentrale sei bis nach Mitternacht stark gefordert gewesen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Hauptsächlich vom Unwetter betroffen war das Gebiet zwischen den Gemeinden Wil und Rorschach. Rund die Hälfte der Einsätze betraf aber die Stadt St. Gallen.

Es seien Bäche über die Ufer getreten, sagte Sprecher Hanspeter Krüsi weiter. Bei Tübach sei zudem ein Murgang niedergegangen, weswegen der Bahnverkehr unterbrochen werden musste.

Stein und Geröll auf einer Strasse in Blonay VD. (27. April 2015) Bild: Keystone
Stein und Geröll auf einer Strasse in Blonay VD. (27. April 2015) Bild: Keystone

An mehreren Orten, darunter St. Gallen, Cham ZG und Langnau im Emmental BE, fielen zwischen Montagmittag und Dienstagmorgen mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In Epiquerez JU wurden sogar 86 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert, wie Meteonews mitteilte.

Starke Niederschläge hat es am Montagabend auch in der Westschweiz gegeben. In den Dörfern Blonay und St-Légier nahe Montreux im Waadtland sind am Montagabend mehrere Bäche über die Ufer getreten. Schutt wurde auf Strassen gespült.

Polizei und Feuerwehr rückten zu rund 60 Einsätzen aus, rund 40 Keller standen unter Wasser. Verletzt wurde niemand, wie die Kantonspolizei Waadt mitteilte. Das Schadenausmass ist noch unklar.

SDA/chk/rar

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch