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800 Menschen fliehen vor Feuer auf Sardinien

Seit Wochen leidet der Süden Italiens unter einer Hitzewelle, Dutzende Wälder brennen. Auf Sardinien mussten 800 Menschen aus Häusern und Hotels evakuiert werden. Fünf Personen wurden verletzt.

Windböen fachen die Feuer an: Rauchsäule über Sardinien. (15. Juli 2012)
Windböen fachen die Feuer an: Rauchsäule über Sardinien. (15. Juli 2012)
AFP

Begünstigt von langen Wochen der Hitze und extremer Trockenheit breiten sich Feuer auf der italienischen Ferieninsel Sardinien immer mehr aus. Besonders betroffen ist die Region von San Teodore südlich von Olbia an der sardischen Nordostküste.

Etwa 800 Menschen mussten dort aus mehreren Dörfern und Hotels vor den vorrückenden Flammen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer zerstörte bereits zahlreiche Häuser, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Starker Mistralwind treibt die Flammen rasch voran, die Feuerwehren waren auch in der Nacht zum Montag im Dauereinsatz.

Fünf Personen verletzt

Löschflugzeuge, Helikopter und zahlreiche Fahrzeuge waren unterwegs, um die Feuer einzudämmen. Am Sonntagabend wurden in Badualga fünf Einsatzkräfte verletzt, als ein Tank explodierte. Darunter auch Olbias Zivilschutzchef Giuseppe Budroni, er erlitt schwerere Brandverletzungen.

Als der Wind auch an anderen Küstenabschnitten Sardiniens die Feuer anfachte und verbreitete, schlug der Zivilschutz der Insel Alarm wegen «erhöhter Gefahr». Das ist die höchste Stufe auf der Gefahrenskala für Brände.

Sardinien ist am schlimmsten betroffen, aber auch in anderen Teilen Italiens wüten Brände. Vor allem im Süden und auf den grösseren Inseln brachen in knochentrockener Natur Feuer aus. Bei weit mehr als 30 Bränden mussten Löschflugzeuge und Helikopter eingesetzt werden, berichteten Medien. Waldarbeiter, Feuerwehren und Zivilschutz seien pausenlos im Einsatz.

SDA/kle

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