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90-jähriger Drogenkurier muss ins Gefängnis

Weil er für ein Drogenkartell Kokain schmuggelte, wurde ein hochbetagter amerikanischer Rentner zu drei Jahren Haft verurteilt.

Auf dem Weg ins Gericht: Der 90-jährige Leo Sharp muss sich wegen Drogenschmuggels verantworten.

Der US-Amerikaner Leo Sharp hatte sich bereits im vergangenen Jahr schuldig bekannt, mehr als eine Tonne schwere Kokainladungen von Mexiko nach Michigan geschmuggelt zu haben. Laut der Staatsanwaltschaft verdiente der 90-Jährige dabei über eine Million Dollar.

Sharps Anwalt versuchte, die Haftstrafe mit dem Verweis auf die Verdienste seines Mandanten als Kriegsveteran abzuwenden. Sharp hatte im Zweiten Weltkrieg in Italien gegen die Nazis gekämpft und war dafür mit einem Bronzenen Stern ausgezeichnet worden. Zudem argumentierte sein Anwalt, eine Demenzerkrankung habe Sharps Urteilsvermögen beeinträchtigt und ihn dazu gebracht, Drogenkurier zu werden.

Rentner zeigt Reue

Doch der Generalstaatsanwalt hielt dagegen, dass Kriminelle wegen ihres Militärdiensts nicht so einfach davonkämen. Zudem habe Sharp sein hohes Alter und sein argloses Aussehen bewusst dazu genutzt, um bei den Schmuggelfahrten nicht das Misstrauen von Beamten zu wecken. Bei einer Verkehrskontrolle im Jahr 2011 wurde er schliesslich erwischt. Das Gericht verurteilt Leo Sharp zu drei Jahren Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren beantragt.

Vor Gericht gab sich der hochbetagte Sharp reumütig. Es tue ihm von Herzen leid, was er getan habe. «Doch es ist passiert.»

AP/thu

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