Amokläufer verschanzte sich vor Tat drei Monate im Zimmer

Der Schütze war magersüchtig und verkehrte nur noch per E-Mail mit seiner Mutter: Offenbar gab es mehrere Warnzeichen für den Amoklauf an der Sandy-Hook-Schule mit 26 Toten.

Hier versteckte sich der Amokläufer erst monatelang in seinem Zimmer und erschoss dann seine Mutter: Wohnhaus in Newtown.

Hier versteckte sich der Amokläufer erst monatelang in seinem Zimmer und erschoss dann seine Mutter: Wohnhaus in Newtown.

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Der Amokläufer von Newtown hatte laut einem Medienbericht vor dem Massaker in einer US-Grundschule Ende 2012 sein Zimmer in seinem Elternhaus drei Monate lang nicht verlassen. Er war magersüchtig, hatte kaum Kontakt zu seiner Aussenwelt und verkehrte mit seiner Mutter, die im selben Haus lebte, nur per E-Mail.

Der 20-Jährige hatte am 14. Dezember 2012 zunächst seine Mutter und dann an der Sandy Hook Elementary School 20 Erstklässler sowie sechs Schulangestellte erschossen. Nach dem Blutbad tötete er sich selbst. Den CNN-Angaben zufolge listet der Untersuchungsbericht eine Reihe von Warnzeichen über Lanzas Entwicklungsstörungen und Geisteszustand auf, die nicht verstanden und falsch behandelt worden seien.

Fenster mit Abfallsäcken verhängt

Dazu zählt demnach, dass er sein Zimmer verschlossen hielt und die Fenster mit schwarzen Abfallsäcken verhängt hatte. Bei seinem Tod habe er nur knapp 51 Kilo gewogen - bei einer Grösse von 1,82 Metern.

Im fünften Schuljahr habe er im Rahmen eines Unterrichtsprojekts mit einem anderen Jungen zusammen eine Art Comic-Heft verfasst, das voller entsetzlicher gewalttätiger Szenen und Beschreibungen gewesen sei. All dies sei aber von Lanzas Mutter, medizinischem Personal und Schulangestellten verkannt und nicht richtig eingeordnet worden. (thu/sda)

Erstellt: 22.11.2014, 22:17 Uhr

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Einblicke ins Leben eines Amokläufers

Einblicke ins Leben eines Amokläufers Bilder aus dem Schlussbericht zum Massaker an der Sandy-Hook-Schule in Newtown.

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