Anak Krakatau ist jetzt 228 Meter kleiner

Nach dem Ausbruch hat der Vulkan zwei Drittel seiner Höhe eingebüsst. Satellitenbilder zeigen ihn vor und nach der Eruption.

Indonesien hat die Warnstufe für den Vulkan Anak Krakatau erhöht.

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Der indonesische Vulkan Anak Krakatau, dessen Ausbruch vor einer Woche einen tödlichen Tsunami auslöste, hat bei der Eruption mehr als zwei Drittel seiner Höhe eingebüsst.

Dies geht aus einer visuellen Analyse hervor, wie die indonesische Vulkanbehörde am Samstag mitteilte. Der ursprünglich 338 Meter hohe Berg misst demnach nur noch 110 Meter, seine Spitze war vom Beobachtungsposten aus nicht mehr zu sehen.

Die Vulkanbehörde schätzt, dass der Vulkan zwischen 150 und 180 Millionen Kubikmeter an Masse verlor, als grosse Mengen an Gestein, Lava und Geröll nach einer Reihe von Eruptionen ins Meer stürzten.

Aufnahmen des japanischen Satelliten ALOS 2 vom 20. August 2018 und vom 24. Dezember 2018 zeigen den Vulkan Anak Krakatau vor und nach der Eruption. (Bild: AFP, Japan Aerospace Exploration Agency)

Bilder der japanischen Raumfahrtbehörde zeigten, dass ein zwei Quadratkilometer grosses Stück der Vulkaninsel in der Sundastrasse zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java abbrach und ins Meer stürzte.

Verheerenden Tsunami ausgelöst

Nach dem Ausbruch des Anak Krakatau am Samstag vergangener Woche hatte eine verheerende Flutwelle die Küstenregionen und Touristenstrände an der Meerenge von Sunda überrollt. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land.

Nach Behördenangaben kamen mindestens 426 Menschen ums Leben, mehr als 7000 weitere wurden verletzt. 23 Menschen gelten noch als vermisst. Fast 1300 Häuser wurden zerstört.

Die Sicherheitszone rund um den Krater wurde von zwei auf fünf Kilometer erweitert. Wegen der anhaltenden Aktivität des Vulkans wurden aus Furcht vor weiteren Flutwellen mehr als 40'000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Im dem am stärksten betroffenen Bezirk Pandeglang im Westen von Java nahmen am Samstag tausende Muslime an einem Massengebet teil. Sie gedachten der Opfer und beteten für die Sicherheit ihrer Häuser. Die Teilnehmerin Dian Rosdiana sagte: «Ich bete auch dafür, dass die Regierung uns sofort hilft: beim Wiederaufbau, bei der Versorgung mit Kleidung und Nahrungsmitteln oder zumindest mit moralischer Unterstützung.» (ij/sda)

Erstellt: 29.12.2018, 13:25 Uhr

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