Anschlag auf Bürgermeister tötet dessen Tochter

Auf der philippinischen Insel Mindanao hat die Gewalt während des Wahlkampfs einen blutigen Höhepunkt erreicht: Unbekannte lockten einen Bürgermeister mitsamt Helfern und Verwandten in einen Hinterhalt.

Überlebte den Anschlag verletzt: Bürgermeister Abdulmalik Manamparan.

Überlebte den Anschlag verletzt: Bürgermeister Abdulmalik Manamparan. Bild: Keystone

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Mitten im Wahlkampf auf den Philippinen sind bei einem Angriff auf einen Bürgermeister zwölf Menschen getötet worden. Der Bürgermeister Abdulmalik Manamparan und sieben seiner Anhänger wurden beim Überfall auf der südlichen Insel Mindanao verletzt.

Der Bürgermeister sei mit seinen Anhängern in einem Lastwagen von einer Wahlkampfveranstaltung zurückgekehrt, sagte Oberst Ricardo Jalad der Nachrichtenagentur AFP. Demnach ereignete sich der Hinterhalt am späten Donnerstagabend auf einer abgelegenen Bergstrasse. Laut Jalad waren mehrere der Opfer Verwandte des Bürgermeisters, darunter auch seine Tochter.

Bürgermeister hat Verdacht

Manamparan gehört der Nationalistischen Volkskoalition an und ist der Bürgermeister der überwiegend muslimischen Stadt Nunungan. Er sagte der AFP, er könne sich vorstellen, wer hinter dem Angriff stecke, wollte sich dazu aber öffentlich nicht äussern.

Auf Mindanao sind mehrere muslimische und kommunistische Rebellengruppen aktiv. Zudem ist die Insel bekannt für Kämpfe zwischen rivalisierenden Clans, die oft mehrere Generationen dauern.

Wiederholte Gewalt

Der Wahlkampf zur Abstimmung am 13. Mai war bereits wiederholt von Gewalt überschattet. Laut der Polizei gab es seit Beginn des Wahlkampfs im Februar 45 gewaltsame Vorfälle, bei denen 30 Menschen getötet wurden. (mw/sda)

Erstellt: 26.04.2013, 07:11 Uhr

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