Bewährung für Schweizer Greenpeace-Aktivisten gefordert

Im Prozess gegen elf Greenpeace-Aktivisten in Kopenhagen hat der Staatsanwalt Bewährungsstrafen beantragt. Die Beschuldigten – darunter zwei Schweizer – haben am Klimagipfel 2009 protestiert.

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Drei von den insgesamt elf Aktivisten war es gelungen, trotz scharfer Sicherheitsmassnahmen zum Christiansborg-Palast vorzudringen, wo ein Bankett für die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs stattfand, darunter die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und US-Aussenministerin Hillary Clinton.

Die Aktivisten hatten ein Transparent gezeigt «Politiker reden - Staatsführer handeln». Diese drei und ein vierter Festgenommener, waren 20 Tage in Gewahrsam festgehalten worden. Unter den Festgehaltenen war einer der beiden Schweizer. Er hatte sich während des gewagten Vorhabens als Leibwächter verkleidet. Die Rolle des anderen Schweizers ist nicht bekannt.

Urteil am Montag

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben die Greenpeace-Aktivisten sich unter anderem der Fälschung von Dokumenten schuldig gemacht. Gegen sie sollten Bewährungsstrafen von 60 bis 70 Tagen Haft verhängt werden, beantragte der Ankläger.

Acht Ausländern solle die Einreise nach Dänemark für sechs Jahre untersagt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau weiter. Greenpeace solle eine Geldstrafe von 200'000 Kronen (rund 30'600 Franken) zahlen. Das Gericht wird das Urteil am Montag verkünden. (wid/sda)

Erstellt: 19.08.2011, 22:03 Uhr

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