Bodensee und Rhein sind randvoll

Nachdem der grosse Regen vorbei ist, muss das Wasser nun abfliessen. Der Pegel des Bodensees steigt zunächst aber weiter an. Die Schifffahrt auf dem Rhein ist grösstenteils eingestellt.

Hochwassergefahr: Der Pegel des Greifensees steht nur noch wenige Zentimeter unter dem zweiten Alarmwert.

Hochwassergefahr: Der Pegel des Greifensees steht nur noch wenige Zentimeter unter dem zweiten Alarmwert. Bild: Markus Heinzer/newspictures

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Der Bodensee lag heute Morgen um 10 Uhr in Rorschach noch 27 Zentimeter unter der Hochwassergrenze, ab der erhebliche Überschwemmungen zu erwarten sind. Diese sollte laut den Prognosen des Bundesamts für Umwelt auch morgen nicht erreicht werden, wie Daniel Streit von der Abteilung Hydrologie gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte. Der Pegel des Bodensees werde aber noch leicht ansteigen und die Gefahrenstufe 3 des Bundes erreichen, der See könne also durchaus stellenweise leicht über die Ufer treten. Die Pegel des Zürichsees und des Walensees befanden sich heute in der Gefahrenzone 2 (mässige Gefahr). Die Höhepunkte sollten heute erreicht werden.

Auch der Rhein kommt hoch daher. In Basel stieg er gemäss Angaben der Schweizer Rheinhäfen zwischenzeitlich über die kritische Marke von 790 Zentimetern. Seit gestern Abend um 21 Uhr ist deshalb die Grossschifffahrt zwischen Basel und Birsfelden sowie der Fährbetrieb und die Kleinschifffahrt zwischen Basel und Rheinfelden eingestellt. Ebenfalls eingestellt ist die Schifffahrt im thurgauischen Diessenhofen, wie die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein mitgeteilt hat.

Ab morgen wird es besser

Der Wetterdienst Meteomedia sprach vom Höhepunkt der Schafskälte. Normal wären jetzt Tagestemperaturen im Norden um 21 Grad. Morgen bessert sich das Wetter im Norden. Ab Freitag wird es deutlich wärmer. Ab Sonntag könnte es gemäss Meteo Schweiz im Norden sogar sommerlicher sein als im Süden.

Morgen kann auch das Tessin laut Meteo Schweiz mindestens drei Sommertage erwarten. Die Temperaturen sollen dabei dank subtropischer Luftmassen nicht unter 24 Grad fallen.

Mit der aktuellen Niederschlagsphase wurde das seit Jahresbeginn herrschende Niederschlagsdefizit in vielen Regionen der Deutschweiz ausgeglichen, wie Meteo Schweiz am Mittwoch bekanntgab. In der Westschweiz, insbesondere im Wallis, herrschten aber nach wie vor zu trockene Wetterverhältnisse.

Bisher überdurchschnittlich viel Regen

In Teilen der Zentral- und Ostschweiz, in Graubünden sowie teilweise auch auf der Alpensüdseite sind in der ersten Juni-Hälfte bisher bereits 100 bis 140 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen für den gesamten Monat Juni gefallen, wie auch Meteomedia feststellte.

Bei der Station Einsiedeln SZ fiel zwischen dem 1. und 12. Juni mit 214 Millimeter so viel Regen wie noch nie seit Messbeginn im Jahr 1900 für diese Zeitspanne. Allerdings finden sich für Einsiedeln übers ganze Jahr betrachtet einige 12-Tagesperioden mit deutlich mehr Niederschlag. (mw/ses/kle/wid/sda)

Erstellt: 13.06.2012, 07:41 Uhr

Stiebendes Spektakel: Hochwasser am Rheinfall. (Video: Jan Derrer)

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