Brand in Solothurn: Identität der Opfer geklärt

Gegen die verhaftete Person ist eine Untersuchung eröffnet worden. Die Stadt plant eine Gedenkfeier.

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Einen Tag nach dem Brand mit sechs Toten in der Stadt Solothurn ist klar, dass es sich bei den Toten um Asylsuchende handelt. In den Flammen starben Mitglieder zweier Familien aus Eritrea und Äthiopien.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um vier erwachsene Personen im Alter zwischen 27 und 33 Jahren, ein Kleinkind sowie um ein Kind im Schulalter. Dies teilte die Kantonspolizei Solothurn am Dienstag mit.

Alle Verstorbenen sind Angehörige einer vier- beziehungsweise fünfköpfigen Familie und stammen ursprünglich aus Eritrea und Äthiopien. Sie bewohnten im Brandobjekt je eine Wohnung.

Drei weitere Kinder, welche ebenfalls zu den beiden betroffenen Familien gehören, befinden sich nach wie vor in einem Spital. Zwei davon sind schwer und eines mittelschwer verletzt. Nähere Angaben zu den Opfern will die Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht geben.

Stadt plant Gedenkfeier

In der vom Brand betroffenen Liegenschaft habe der Kanton zwei Stockwerke für die Unterbringung von Asylsuchenden angemietet, hatte der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri gegenüber der «Solothurner Zeitung» gesagt. Einige Kinder seien in Solothurn in den Kindergarten gegangen.

Laut Fluri waren neun Personen dort angemeldet. Zur Brandzeit hielten sich aber 20 Personen im Gebäude auf, wie die Solothurner Kantonspolizei schon am Montag mitgeteilt hatte.

Die Stadt Solothurn plant eine Gedenkfeier für die Opfer. Zuerst müsse man aber wissen, welchen Glaubensgemeinschaften die Opfer angehörten, sagte Fluri weiter.

Unsachgemässer Umgang mit einer Zigarette führte gemäss Polizei zum Brand in dem Mehrfamilienhaus. Das Feuer entstand in einem unteren Stockwerk und entwickelte starken Rauch. Dieser breitete sich im ganzen Gebäude aus. Der Brand zerstörte das Erdgeschoss komplett.

Person in Untersuchungshaft

Jene Person, die nach dem Brand verhaftet wurde, befindet sich weiter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft habe gegen eine Person eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung und wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst eröffnet, sagte Cony Zubler von der Solothurner Staatsanwaltschaft gegenüber «CH Media».

(NN/SDA)

Erstellt: 27.11.2018, 17:22 Uhr

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