Crashgefahr im All

In 36'000 Kilometer Höhe ist seit einem Sonnensturm ein zwei Tonnen schwerer Kommunikationssatellit ins Trudeln geraten. Es droht ein Zusammenstoss.


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Seit einem Sonnensturm Anfang April ist Galaxy 15, ein Fernsehsatellit des Betreibers Intelsat, nicht mehr unter Kontrolle. Jetzt muss Intelsat ausgerechnet mit seinem grössten Konkurrenten SES World zusammenspannen, um eine Kollision zu vermeiden, da Galaxy 15 auf den SES-Satelliten AMC 11 zusteuert.

Besonders problematisch ist, dass der unkontrollierbare Satellit weiter Signale auffängt und verstärkt zur Erde sendet – und zwar aus der Position, die für AMC 11 reserviert wäre. Jetzt haben SES und Intelsat eine gemeinsame Ausweichstrategie entwickelt. Der Orbit des SES-Satelliten wird mit demjenigen von Galaxy 15 synchronisiert und so angepasst, dass der schlingernde Geistersatellit in rund 12 Kilometern Entfernung an AMC 11 vorbeizieht.

Um ihre Kunden während dieses Manövers, das bis zum 7. Juni dauern wird, weiter bedienen zu können, haben beide Betreiber die Signalübertragung zu anderen Satelliten geschaltet. Für SES ist das eine vorübergehende Unannehmlichkeit. Intelsat wird Galaxy 15 kaum wieder unter Kontrolle bringen und muss wahrscheinlich rund 140 Millionen Euro abschreiben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.05.2010, 13:52 Uhr

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