Das sind die 100 inspirierendsten Menschen der Welt

Welche Persönlichkeiten bewegen die Welt? Eine hochkarätige Jury kürt jedes Jahr 100 Menschen, die Gutes tun. Nebst Grössen wie Obama oder DiCaprio sind auch Schweizer dabei.

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Das Bild ging um die Welt: Die dänische Entwicklungshelferin Anja Ringgren Lovén gibt einem völlig abgemagerten «Hexenkind» in Nigeria Wasser und Essen. Der Bube wurde von seinen Eltern verstossen. Damit holt sich Lovén den wohlverdienten ersten Platz im jährlichen Ranking des Magazins «OOOM», das auch 2016 wieder die 100 inspirierendsten Menschen der Welt kürt.

«Als sie auf den Jungen traf, hat sie als Mensch gehandelt und wurde so zum Leuchtturm der Hoffnung für Millionen. Durch ihre Menschlichkeit hat sie uns den Glauben an eine bessere Welt zurückgegeben und vor allem daran, dass jeder Einzelne von uns etwas verändern kann», begründet Georg Kindel, Vorsitzender der Jury, die Wahl.

«Obama kam als Lichtgestalt»

Den zweiten Platz belegt US-Präsident Barack Obama. «Er kam als Lichtgestalt und als solche tritt er auch ab», so das Argument. Seit der Wahl Donald Trumps wüssten selbst seine Kritiker, was die Welt an Obama hatte. «Als erster schwarzer Präsident gab er der ganzen Welt Hoffnung und Inspiration.» Obama habe für wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt, die Arbeitslosigkeit gesenkt und 15 Millionen neue Jobs geschaffen.

Auf Platz 3 folgt die Schauspielerin und Aktivistin Charlize Theron, sie seit bald zehn Jahren mit ihrem «Africa Outreach Project» (CTAOP) die afrikanische Jugend dazu bringen will, sich vor HIV zu schützen. «Die Infektionsraten gehen kontinuierlich zurück, speziell in ihrer Heimat Südafrika», betont die Jury.

Der vierte Platz geht an Papst Franziskus. «Er ist der Papst der Armen, der Millionen Menschen neue Hoffnung schenkt.» Er sei «ein Papst der Herzen», heisst es in der Begründung.

«Der Filmstar wurde zum grünen Weltgewissen»

Platz 5 belegt Schauspieler Leonardo DiCaprio. Er produzierte den Klimawandel-Dokumentarfilm «Vor der Flut» und rief bei der UN-Klimakonferenz in Paris zum Klimaschutz auf. «Der Filmstar wurde zum grünen Weltgewissen», begründet die Jury ihren Entscheid. Auf Platz 6 folgt der Dalai Lama, Platz 7 belegt Mark Zuckerberg – aufgrund seiner Spende von drei Milliarden Dollar in den nächsten zehn Jahren. Das Geld soll der Erforschung von Heilungen für tödliche Krankheiten dienen.

Auf Platz 8 ist Malala Yousafzai, die mit dem Malala Fund weltweit für das Recht von Kindern auf Bildung kämpft. Auf Platz 9 findet sich Nobelpreisträger Bob Dylan als «einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, der Generationen inspirierte». Den 10. Platz belegt Erfinder und Tesla-CEO Elon Musk. Er sei «der Beweis dafür, dass man keine Ahnung von einer Sache haben muss, um sie revolutionieren zu können».

Schweizer unter den Top 100

Unter den Top 100 sind auch Schweizer. Den 15. Platz belegt der Plastische Chirurg Enrique Steiger aus Zürich, der jedes Jahr drei Monate in den Kriegsgebieten der Welt Menschenleben rettet. «Er riskiert jedes Jahr sein Leben, um in Kriegsgebieten Opfern der Gewalt zu helfen und sie zu operieren», so das Argument der Jury. Auf Platz 24 ist der Schweizer Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks, der den Ökologischen Fussabdruck entwickelt hat. (pat)

Erstellt: 10.12.2016, 11:48 Uhr

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