Der Wind blies mit bis zu 160 km/h

Der Föhn ist zusammengebrochen, dafür hat in den vergangenen Stunden nun eine Kaltfront die Schweiz überquert – mit viel Regen und Sturmböen im Gepäck.

Leserreporter hielten den Pollensturm mit der Kamera fest.

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Der Sonntagnachmittag stand ganz im Zeichen des Föhns. Der Wind liess Pollen durch die Luft wirbeln, wie Videos von Leserreportern zeigen. Die Temperaturen lagen bei sommerlichen 27 bis 28 Grad. Das ist nun vorerst vorbei.

In der Nacht folgte eine Kaltfront. Vom Genfersee begann der Südwestwind stark bis stürmisch aufzufrischen, wie Meteonews in einer Mitteilung schreibt. Im Gepäck waren kräftiger Regen und Wind. Am stärksten blies der Wind oberhalb Andermatt mit 160 km/h. Auf dem Bantiger im Kanton Bern wurden 124 km/h gemessen und selbst auf dem Uetliberg war es mit 91 km/h stürmisch.

Die Kaltfront bedeutet auch, dass nun deutlich weniger warme Luft den Alpenraum erreiche - es sind Höchsttemperaturen zwischen 16 und 20 Grad zu erwarten.

Baum kracht auf Autos

Am Sonntag hatte der Föhnsturm im Wander- und Erholungsgebiet Sonnenberg LU im Kanton Luzern zwischen Kriens und Luzern für Sachschaden gesorgt. Auf einem Parkplatz wurde ein Baum von einer Böe erfasst und fiel auf zwei Autos. Verletzt wurde nach Angaben eines Augenzeugen niemand. Am späten Abend wurde in der Westschweiz nahe Genf ein Zelt durch die Luft gewirbelt, wie ein Leserreporter festhielt.

Der Südwestwind bleibt am Montag Thema, hält Meteonews weiter fest. So stark wie in der vergangenen Nacht ist er aber nicht mehr. Im westlichen Flachland und in der Nordwestschweiz sei lediglich noch mit Böen von bis zu 70 km/h zu rechnen.


Wo es am meisten regnet
Fällt in Luzern tatsächlich mehr Regen als anderswo? Jörg Kachelmann räumt mit einem Märchen auf – und nennt die nassesten Regionen der Schweiz. (Abo+)

(woz)

Erstellt: 29.04.2018, 18:26 Uhr

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