Der höchste Muslim der Schweiz ist tot

Hisham Maizar, Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz (Fids), ist verstorben.

Hat sich für ein friedliches und freies Zusammenleben und Integration eingesetzt: Der verstorbene Präsident der Fids, Hisham Maizar. (20.01.2015)

Hat sich für ein friedliches und freies Zusammenleben und Integration eingesetzt: Der verstorbene Präsident der Fids, Hisham Maizar. (20.01.2015) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

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«Mit tiefster Traurigkeit müssen wir mitteilen, dass Hisham Maizar heute Vormittag im Alter von 73 Jahren von uns gegangen ist», schreibt die Fids auf ihrer Homepage.

Hisham Maizar, geboren in Jerusalem, war Schweizer mit palästinensischer Herkunft. Der pensionierte Arzt präsidierte die Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz, der rund 150 Islam-Zentren angehören.

Daneben stand Maizar auch dem Schweizerischen Rat der Religionen vor, der sich für ein Zusammenleben in Frieden und Freiheit und für Integration einsetzt. Maizar pflegte guten Kontakt zu den Schweizer Kirchen

Maizar verliess seine Heimat nach dem Sechstagekrieg 1967. Nach einem abgebrochenen Slawistikstudium in Sarajevo und einem Medizinstudium in Deutschland arbeitete er als Arzt in Chur. 1980 Übernahm er eine Arztpraxis in Roggwil TG, die er bis zu seiner Pensionierung Ende 2010 führte.

1982 liess er sich in Berg TG einbürgern. Der Muslim Maizar war verheiratet mit einer Katholikin aus dem Zillertal; seine Frau verstarb 2000. Maizar hat drei erwachsene Kinder. Er wohnte in St. Gallen. (rsz/sda)

Erstellt: 14.05.2015, 18:37 Uhr

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