Armee-Helikopter im Schnee abgerutscht

Der Militärhelikopter ist im Titlisgebiet verunfallt, weil er bei einem Landemanöver keinen Halt auf dem Schnee fand, wegrutschte und kippte.

Während der Landung abgerutscht: Der verunfallte Helikopter im Titlisgebiet.

Während der Landung abgerutscht: Der verunfallte Helikopter im Titlisgebiet. Bild: Keystone

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Das erklärten heute Vertreter der deutschen Bundeswehr und der Schweizer Luftwaffe. Eine gemeinsame Untersuchung wurde eingeleitet. Sie stellten die Hintergründe des Unfalls am Nachmittag der Öffentlichkeit vor.

Der Alarm über das Unglück wurde um 10.23 Uhr ausgelöst. Der Militärhelikopter der Bundeswehr vom Typ CH-53 war vom Militärflugplatz Alpnach (OW) aus mit sechs Personen an Bord zu einem Weiterbildungstraining in die Titlisregion gestartet. Der Pilot sollte Gebirgsflüge üben.

Wrack liegt nach wie vor auf dem Berg

Westlich des 2662 Meter hohen Graustocks nahm die Besatzung eine so genannte Bug-Radlandung vor. Dabei kippte der Helikopter. Die Maschine rutschte anschliessend rund 500 Meter auf einem Schneefeld ab, bevor sie zum Stillstand kam. Das Unglück ereignete sich bei schwierigen Witterungsbedingungen.

Alle sechs Insassen konnten den Helikopter aus eigener Kraft verlassen. Ein 40-jähriger Mann erlitt Verletzungen am Rücken. Sie wurden vom Bundeswehr-Vertreter als leicht eingestuft. Der Mann wurde von der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) ins Spital geflogen. Er kann gemäss Angaben der Bundeswehr morgen nach Hause entlassen werden. Der Helikopter wurde total zerstört. Das Wrack konnte wegen des schlechten Wetters heute nicht geborgen werden.

Nicht zu vergleichen mit Oberland-Absturz

Die deutschen Vertreter lobten den Rettungseinsatz von Rega und Luftwaffe. Beim Rega-Koordinationszentrum war gleichzeitig mit dem Alarm der Luftwaffe eine Satellitenmeldung über die Ortung des vom Bundeswehr-Helikopter mitgeführten Notsenders eingegangen.

Vergleiche mit dem Tornado-Absturz der deutschen Bundeswehr vom April 2007 im Berner Oberland, bei dem der Pilot ums Leben kam, sind laut dem Sprecher der Luftwaffe Jürg Nussbaum fehl am Platz. Es handle sich hier um eine ganz andere Situation. Die Bundeswehr trainiert regelmässig bei Alpnach. (oku/ap)

Erstellt: 28.11.2008, 17:44 Uhr

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