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Die Eichhörnchen-Retterin

In Bülach ZH betreibt die Krankenschwester Eva Karrer eine Station für verlassene Eichhörnchen-Babys. Das Aufpäppeln der mutterlosen Tiere ist aufwendig.

Muss alle zwei Stunden gesäugt werden: Eichhörnchen-Baby Sanna.
Video: Jan Derrer

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Als Krankenschwester in einer Notfallstation rettet Eva Karrer Menschenleben. In ihrer Freizeit rettet sie Eichhörnchen. Wer ein mutterloses Jungtier findet, kann sich bei ihrem Eichhörnchen-Notruf melden. Karrer nimmt das Tier auf, pflegt es in ihrer Eichhörnchen-Station und wildert es wieder aus.

«Immer mehr Leute melden Eichhörnchen über unsere Webseite», beobachtet die Eichhörnchen-Retterin. «Die Tiere kommen aber auch über Tierärzte und den Tierrettungsdienst in die Station. Und oft finden Hundebesitzer beim Spazieren verlassene Eichhörnchen.»

Betreuung rund um die Uhr

Ein mutterloses Eichhörnchen aufzupäppeln, ist aufwendig. Ein Baby-Eichhörnchen muss zu Beginn alle zweieinhalb bis drei Stunden gesäugt werden. Auch in der Nacht. Eva Karrer ist auf Hilfe angewiesen: «Wir nehmen pro Jahr bis zu 100 Eichhörnchen auf. Allein würde ich das nicht schaffen. Kolleginnen helfen mir zum Glück freiwillig.» Die Eichhörnchen-Station finanziert sich durch Spenden.

Die Idee zum Eichhörnchen-Notruf kam der Tierliebhaberin vor 15 Jahren, als sie ein verlassenes Jungtier fand. «Das Know-how musste ich mir selber im Internet aneignen. So kam mein Wissen zusammen. Und ich werde von einer Tierärztin beraten.»

Schützen und wärmen

«Bevor ein Jungtier mitgenommen wird, muss man es genau beobachten», betont Karrer. Denn es könnte sein, dass die Mutter noch in der Nähe ist und es ins Nest zurücknimmt. «Auch die Umgebung muss sorgfältig nach weiteren Jungtieren abgesucht werden, die sich vielleicht versteckt haben.»

Ist das Tier tatsächlich verlassen worden, braucht es Schutz vor anderen Tieren, zum Beispiel vor Katzen. Wer ein verlassenes Jungtier mitnimmt, muss es wärmen. «Oft sind sie unterkühlt, sie haben keine Eigenwärme. Man muss sie in die Hand nehmen oder unter den Pulli. Einfach zudecken reicht nicht.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.05.2013, 09:59 Uhr

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