Die schönste Frau der Welt ist eine Chinesin

Yu Wenxia ist 23 Jahre alt, studiert Musik, will Lehrerin werden – und ist die Miss World 2012. Sie triumphierte bei einer Wahl am Rand der Wüste Gobi, in einer der grössten Geisterstädte der Welt.

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Die Chinesin Yu Wenxia hat in ihrer Heimat das Finale der Miss World 2012 gewonnen. Die 23-Jährige studiert Musik und will nach eigenen Angaben später als Musiklehrerin arbeiten. Auf den zweiten Platz kam die Waliserin Sophie Elizabeth Moulds, Dritte wurde die Australierin Jessica Michelle Kahawaty. Yu ist die zweite Chinesin, die zur Miss World gekürt wurde, 2007 gewann Zhang Zilin den Wettbewerb.

Schauplatz der Veranstaltung war erstmals die Stadt Ordos in der Inneren Mongolei. Zu dem Schönheitswettbewerb im Dongsheng-Stadium traten Kandidatinnen aus 116 Nationen an.

Spektakel in der Geisterstadt

Die nordchinesische Stadt Ordos am Rand der Wüste Gobi, die in diesem Jahr das Finale der Miss World ausrichtet, gilt als eine der grössten Geisterstädte der Welt. Ringsherum gibt es endlose Sanddünen und unberührte Steppe.

Ordos liegt in der Inneren Mongolei, entsprechend sah laut der Website der Organisatoren in den vergangenen Tagen das Vorprogramm für die Finalistinnen aus: Sie besuchten das Museum des legendären mongolischen Eroberers Dschingis Khan, assen Joghurt in einer Jurte und liessen sich in mongolischer Tracht vor einer Sanddüne fotografieren.

Ordos, das wegen seiner leerstehenden Hochhäuser auch als eine der grössten Geisterstädte der Erde gilt, unterscheidet sich deutlich von der Tropeninsel Hainan, wo China vor zwei Jahren den «Miss World»-Wettbewerb austrug. Insgesamt war China bereits fünfmal Gastgeber der Veranstaltung, die in Konkurrenz zur Wahl zur «Miss Universum» steht.

Eine Milliarde Zuschauer erwartet

Auch wenn im Westen das Interesse an Schönheitswettbewerben nachgelassen hat, verfolgen die Asiaten mit Begeisterung die Kür zur «Miss World». Rund eine Milliarde Zuschauer wurden weltweit erwartet, als die Teilnehmerinnen am Abend in Badeanzug und Abendrobe über den Laufsteg stolzieren.

Den ersten Miss World-Wettbewerb 1951 gewann die Schwedin Kiki Hakansson. 1986 gehörte US-Filmstar Halle Berry zu den Finalistinnen und 1994 wurde die Bollywoodschauspielerin Aishwarya Rai zur schönsten Frau der Welt gekürt. Die meisten Titel, nämlich sechs, heimste in der mehr als 60-jährigen Geschichte Venezuela ein, gefolgt von Indien und Grossbritannien mit jeweils fünf. (ses/AFP)

Erstellt: 18.08.2012, 12:39 Uhr

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