Diesmal sind es nicht die Batterien

Nach dem Brand in einem Dreamliner in London Heathrow untersuchen Unfallexperten die Maschine. Klar ist bereits, dass die für frühere Probleme verantwortlichen Batterien keine Schuld tragen.

Legte den grössten Flughafen Europas lahm: Eine Boeing 787 der Ethiopian Airlines. (12. Juli 2013)

Legte den grössten Flughafen Europas lahm: Eine Boeing 787 der Ethiopian Airlines. (12. Juli 2013) Bild: EPA/Anthony Devlin

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Brand der Boeing 787 «Dreamliner» in London Heathrow ist nach Angaben britischer Experten wohl nicht von den Batterien des Flugzeugs verursacht worden. Dies hat die Stelle für Flugunfalluntersuchung des britischen Verkehrsministeriums mitgeteilt.

Der Brand in der leeren, geparkten Maschine der Ethiopian Airlines hatte den Londoner Grossflughafen am Freitag für eine Stunde lahmgelegt. Wegen Problemen mit den Batterien und Brandgefahr war der Dreamliner zu Jahresbeginn bereits monatelang mit einem internationalen Flugverbot belegt gewesen. Danach galt das Problem als gelöst. Experten hatten befürchtet, dass die Überhitzung nun erneut aufgetreten sein könnte.

Die Stelle für Flugunfalluntersuchung hat inzwischen mit der Suche nach der Brandursache begonnen. Stunden später erklärte die Behörde, klar sei bereits, dass der Schaden am Flugzeug weit entfernt von den Batterien sei. Bei dem Feuer war niemand verletzt worden.

Ethiopian Airlines lassen Dreamliner-Flotte starten

Trotz des Brandes an Bord eines Boeing 787 Dreamliners lässt die äthiopische Fluggesellschaft ihre anderen Flugzeuge dieses Typs starten. Keine Maschine der Dreamliner-Flotte bleibe am Boden, teilte Ethiopian Airlines mit.

Der Zwischenfall auf dem Flughafen London Heathrow habe sich ereignet, als das Flugzeug am Boden gewesen sei. Einen Zusammenhang mit der Flugsicherheit gebe es nicht. Am Freitag hatte die parkierte Maschine aus noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Passagiere waren zu dem Zeitpunkt nicht an Bord, niemand wurde verletzt.

Das Flugzeug hatte nach Angaben der Ethiopian Airlines mehr als acht Stunden auf seiner Parkposition gestanden, bevor der Brand ausbrach. Nach Angaben der britischen Luftfahrtbehörde AAIB wird die Ursache des Feuers noch untersucht.

Man arbeite mit der US-Luftfahrtbehörde, Ethiopian Airlines und dem US-Hersteller Boeing zusammen. Ethiopian Airlines ist eine der fünf grössten Fluggesellschaften Afrikas.

Kurz nach dem Vorfall an Bord der äthiopischen Maschine teilte der Reiseveranstalter TUI mit, eine Boeing 787 seiner Tochter Thomson Airways sei wegen technischer Probleme aus Sicherheitsgründen umgekehrt.

Der Aktienkurs von Boeing, dem grössten Konkurrenten des europäischen Flugzeugbauers Airbus , gab am Freitag an der Wall Street kräftig nach. (mw/sda)

Erstellt: 13.07.2013, 20:12 Uhr

In London Heathrow brach an Bord eines geparkten Dreamliners ein Feuer aus. (Video: Reuters )

Artikel zum Thema

Leerer Dreamliner begann in London Heathrow zu brennen

Der grösste Flughafen Europas stand still: Wegen eines Brandes stoppte London Heathrow alle Starts und Landungen. Das Feuer brach an Bord einer abseits geparkten Boeing 787 der Ethiopian Airlines aus. Mehr...

Dreamliner muss wegen Bremsproblemen notlanden

Die Pannenserie geht weiter: Kurz nach dem Start in Houston entschieden sich die Piloten einer Boeing 787 zur Umkehr. Sie befürchteten, dass die Bremsen bei der Landung versagen. Mehr...

Singapore Airlines erteilt 17-Milliarden-Auftrag

Gute Nachrichten für den mit technischen Problemen kämpfenden Dreamliner: Singapore Airlines bestellt 30 Exemplare der Boeing 787 – und geht auch beim Konkurrenten Airbus auf Einkaufstour. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

Sweet Home 10 raffinierte Einrichtungstipps

Mamablog Wenn das Baby brüllt. Und brüllt. Und brüllt.

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Natürliche Kunst: Douglas Ciampi aus Massachusetts steht neben einer eisbedeckten Antenne auf dem Gipfel des Mount Washington. (24. Februar 2020)
(Bild: Robert F. Bukaty) Mehr...