Douglas' Krebs und der Oralsex

Der vor drei Jahren bei Michael Douglas diagnostizierte Kehlkopfkrebs sei durch Alkohol- und Zigarettenkonsum ausgelöst worden, so die bisherige Lesart. Stimmt nicht, sagt nun der Schauspieler.

Sorgt zurzeit nicht nur mit seinem aktuellen Film «Behind the Candelabra» für Schlagzeilen: Hollywoodstar Michael Douglas in Monaco. Bild: Keystone

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Hollywoodstar Michael Douglas glaubt, dass sein Kehlkopfkrebs auf Oralsex zurückzuführen ist. «Ohne ins Detail gehen zu wollen, dieser besondere Krebs wird durch HPV (humane Papillomaviren) verursacht, was letztlich von Cunnilingus kommt», erklärte Douglas in einem heute in der britischen Zeitung «The Guardian» veröffentlichten Interview.

Der 68-Jährige, der derzeit als der extravagante Entertainer Liberace im Film «Behind the Candelabra» zu sehen ist, betonte, die Krebserkrankung habe nichts mit übermässigem Trinken oder Rauchen zu tun.

Die beste Medizin

«Ich hatte mir Gedanken gemacht, ob der Krebs nicht durch den Stress wegen der Inhaftierung meines Sohnes ausgelöst wurde», sagte Douglas weiter mit Blick auf die Verurteilung seines Sohns Cameron wegen Drogenbesitzes und Drogenhandels zu zehn Jahren Haft. «Aber ja, es ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die den Krebs auslöst.» Augenzwinkernd fügte der Schauspieler hinzu: «Und wenn man es hat, ist Cunnilingus auch die beste Medizin dagegen.»

Douglas hatte seine Krebserkrankung 2010 öffentlich gemacht. Laut dem Schauspieler ist der Krebs drei Jahre nach seiner Diagnose dank einer Chemotherapie und Bestrahlungen besiegt. Bei dieser Krebsform komme er bei 95 Prozent der Fälle nicht wieder zurück, sagte der zweifache Oscar-Preisträger.

Verschiedene medizinische Studien weisen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Oralsex und Rachenkrebs hin. Eine HPV-Infektion ist auch in 99 Prozent der Fälle Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. (wid/AFP)

Erstellt: 03.06.2013, 10:30 Uhr

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