Dutzende Arbeiter sind im Bergwerk Zasyadko eingeschlossen

In einer im Rebellengebiet Donezk gelegenen Mine ereignete sich eine gewaltige Explosion. Grosse Verwirrung herrscht um die Anzahl der Toten.

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Nach einer Explosion in einem Kohlebergwerk im krisengeschüttelten Osten der Ukraine hat der ukrainische Parlamentspräsident die Opferzahl von 32 auf eins korrigiert. Damit bestätigte Wladimir Groisman Angaben der Separatisten, in deren Gebiet die Mine Zasyadko liegt. 30 weitere Menschen sollen noch unter Tage gefangen sein. Zuvor hatte Groisman von 32 getöteten Kumpeln gesprochen. Mindestens 157 der 230 zum Zeitpunkt des Unglücks in der Mine befindlichen Arbeiter sollen gerettet worden sein.

14 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, hiess es. Sechs befinden sich in ernstem Zustand, wie die Behörden der Separatisten mitteilten. Ein verletzter Kumpel berichtete, er habe fünf Leichen gesehen. Die Explosion ereignete sich in einer Tiefe von mehr als 1000 Metern. Groisman hatte für seine Zahlen keine Quellen angegeben.

Mischung aus Gas und Luft

Die Mine liegt in einem von den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet bei ihrer Hochburg Donezk. Das Unglück in der Mine von Zasyadko sei nicht durch Artilleriebeschuss ausgelöst worden, sagte ein Vertreter der Separatisten. Die Donezk Nachrichtenagentur teilte unter Berufung auf Rettungsarbeiter mit, die Explosion sei durch eine Mischung aus Gas und Luft verursacht worden - auf diese Weise werden häufig Bergwerksunglücke ausgelöst.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte, die Rebellen hätten ein Team von 60 ukrainischen Helfern davon abgehalten, zum Bergwerk zu gelangen. Führende Rebellenvertreter bestritten jedoch, dass die ukrainischen Behörden Hilfe angeboten hätten.

Im November 2007 waren in der Mine bei einem Unfall 101 Arbeiter getötet worden. Weitere 57 Arbeiter starben bei Unfällen im Dezember 2007. Das Bergwerk ist berüchtigt wegen seines hohen Grubengasgehalts.

2014 starben in den Kohlebergwerken des Landes 99 Menschen. 13 von ihnen kamen wegen des Kriegs ums Leben, da die Bergwerke bei den Gefechten zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen getroffen worden waren. (bru/AP)

Erstellt: 04.03.2015, 09:09 Uhr

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