Ein Hirsch, ein Zug und ein Wunder

Eine Mutter hat im Oberengadin den wohl schrecklichsten Moment ihres Lebens erlebt. Sie musste zuschauen, wie ihr Auto von einem Zug gerammt wurde. Im Wagen sass ihr vierjähriger Sohn.

Das Auto wurde total zerstört: Der Zug rammte das Fahrzeug trotz Vollbremsung.

Das Auto wurde total zerstört: Der Zug rammte das Fahrzeug trotz Vollbremsung. Bild: Kapo Graubünden

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Eine Frau war mit ihrem Kind von La Punt nach Bever im Kanton Graubünden unterwegs, als ihr ein Hirsch direkt vor den Wagen sprang. Beim Zusammenstoss mit dem rund 140 Kilogramm schweren Tier geriet das Auto ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach auf den Schienen liegen, teilt die Polizei mit.

Die Lenkerin kletterte aus dem Wagen und wollte ihren Sohn bergen, der im Kindersitz sass. In diesem Moment näherte sich der Zug. Die Frau konnte sich selber im letzten Moment in Sicherheit bringen. Es gelang ihr jedoch nicht mehr, das Kind zu befreien. Trotz einer Vollbremsung konnte der Lokomotivführer eine heftige Kollision nicht verhindern. Das Auto wurde wieder auf die Räder geschleudert, die Lokomotive entgleiste.

Der Hirsch überlebte nicht

Das Auto wurde total zerstört. Wie durch ein Wunder blieb der Knabe praktisch unverletzt. Er kam mit Schürfungen davon. Die Frau und der Lokführer erlitten einen Schock. Der Hirsch überlebte nicht.

Die RhB-Strecke zwischen Zuoz und Samedan war mehrere Stunden unterbrochen. Bis die Lokomotive wieder auf die Geleise gehievt werden konnte, wurden Bahnpassagiere in Ersatzbussen transportiert.

Im Einsatz stand ein Grossaufgebot an Rettungskräften. Vor Ort waren die Polizei, die Rettung Oberengadin, die Rega, ein Notarzt, RhB-Angestellte und ein Wildhüter. (bru/sda)

Erstellt: 03.10.2012, 12:41 Uhr

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