Eliane versaut den Sommeranfang

Den Wettergott scheint es nicht zu kümmern, dass bald Sommeranfang ist. In den nächsten Tagen gibt es nur eines: Regen. Bei einer Passfahrt sieht man gar Schnee.

Nur die Hartgesottenen treibt es jetzt ins Freie: Tour de Suisse im Regen, gestern.

Nur die Hartgesottenen treibt es jetzt ins Freie: Tour de Suisse im Regen, gestern. Bild: Reuters

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Die Gewitter, die über die Schweiz niedergegangen sind, sind gemäss Felix Baum von Meteo News Teil derselben Störung, die in Südfrankreich für grosse Überschwemmungen verantwortlich war. Der Name des lebensgefährlichen Ärgernisses: Tief Eliane. Im Rafzerfeld und im Aargau seien auch bei uns in der Schweiz grosse Wassermengen niedergegangen, mit überfluteten Kellern und Strassen. Am Flughafen Zürich sei eine Wassermenge von 75 Litern in 14 Stunden gemessen worden – der Schnitt im ganzen Monat Juni liege sonst bei 115 Litern.

Heute Freitag regnet es am am Vormittag genau einmal – nämlich ständig. Ab Nachmittag seien trockene Abschnitte möglich. Bei Temperaturen um die 15 Grad bleibe es also vorwiegend nass. Erst am Abend seien Aufhellungen möglich. Das Bild wird sich morgen Samstag nicht ändern. In Bezug aufs Wetter seien «Hopfen und Malz verloren», so Baum weiter. Ein Tiefdruckgebiet lasse kalte Luft vom Norden in die Schweiz fliessen. Im Mittelland und den Alpen entlang werde es weiter regnen. Es bleibt stark bewölkt und nass. Mehr noch: Die Schneefallgrenze sinkt auf rund 2000 Meter.

Sinkende Schneefallgrenze

Am Sonntag bleibt es im Flachland bewölkt. Es könne laut Baum ab und zu regnen. In den Alpen bleibe es regnerisch. Es sei definitiv kein Wanderwetter. Die Schneefallgrenze sinke sogar auf rund 1500 Meter. Die Schafskälte habe unser Land also fest im Griff – anscheinend ein nicht unübliches Phänomen zwischen dem 4. und 20 Juni.

Zum Wochenanfang am Montag sind die Temperaturen mit 16 Grad für diese Jahreszeit immer noch recht bescheiden. Am offiziellen Sommeranfang ist also immer noch Regen möglich. Eine zögerliche Wetterbesserung setzt aber dennoch ein. Die trockenen Abschnitte werden länger. In den Bergen ist aber ab 1700 Meter Schnee möglich.

«Zwischen Dienstag und Donnerstag angenehm temperiert»

Danach gibt es Grund zur Hoffnung: «Am Dienstag wird es recht sonnig, mit Temperaturen um die 18 Grad. Aber wegen der Bise kann es noch kalt werden. Badi-Wetter ist es also sicher noch nicht. Höchstens für die ganz Hartgesottenen. Am Mittwoch wird es dann so, wie man es haben will, mit Temperaturen über 20 Grad. Jetzt kann man baden, grillieren, tschutten oder wandern. Wer kann, soll also frei nehmen – am besten zwei Tage, weil es am Donnerstag dann auch sommerlich warm um die 25 Grad wird. Dienstag bis Donnerstag sind die Tage also angenehm temperiert.»

Das Wetter ab Freitag ist sehr spekulativ, da die Computermodelle ab sieben Tagen nicht mehr zuverlässig sind. Es sei fast eine religiöse Frage, welchem Modell man glauben will. Nichtsdestotrotz wagt er eine Einschätzung. Es zeichne sich ab, dass es ab Freitag wieder gewittern wird: «Es wird vermutlich schwül mit Gewitterneigung. Die Ersten werden wieder anfangen zu jammern.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.06.2010, 10:15 Uhr

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