32-jähriger Snowboarder stirbt durch Lawine in Engelberg

Im Kanton Obwalden mussten Rettungskräfte wegen eines Lawinenniedergangs ausrücken. Ein Mann verstarb nach Reanimationsversuchen.

Lawinenniedergang am Titlis: Rettungskräfte und ein Rega-Helikopter sind im Einsatz. Video: Tamedia
Video: Wikipedia / Mussklprozz

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Am Dienstag um 12.55 Uhr ist im Gebiet Laub in Engelberg eine Lawine niedergegangen. Ausserhalb der markierten und gesicherten Pisten habe sich ein Schneebrett gelöst, teilt die Kantonspolizei Obwalden mit.

Sie habe einen lauten Knall gehört, sagte eine Zeugin in der «Luzerner Zeitung». Von Skifahrern habe sie dann erfahren, dass es sich um eine niedergegangene Lawine handelte und dass jemand habe reanimiert werden müssen.

«Beim Lawinenniedergang ist eine Person verschüttet worden», sagt Marco Niederberger von der Kantonspolizei Obwalden. Der Mann konnte von Kollegen mit einem Lawinenverschütteten-Suchgerät geortet und geborgen werden. Trotz Reanimation verstarb er laut Niederberger.

Beim Todesopfer handelt es sich um einen 32-jährigen Zentralschweizer. Zum Zeitpunkt des Lawinenniedergangs befand er sich mit dem Snowboard in der Variantenabfahrt. Er war mit drei Kollegen unterwegs und der einzige der Gruppe, den die Lawine erfasste. Den anderen gelang es, den Verunglückten mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät einen Meter tief im Schnee zu orten und auszugraben.

Suchaktion eingestellt

Als die Rettungsflugwacht Rega eintraf, hatten die Kollegen des Verunglückten bereits mit der Reanimation begonnen, wie Niederberger ausführte. Das Rega-Team stellte später die Wiederbelebungsversuche ein, weil sich keine Lebenszeichen einstellten.

Die Alpine Rettung Schweiz suchte mit Unterstützung zweier Hunde den Lawinenkegel ab. Kurz vor 15 Uhr wurde die Suchaktion eingestellt, da keine Anzeichen mehr bestanden auf weitere Verschüttete oder Vermisste, wie die Polizei schrieb.

Erhebliche Lawinengefahr

Der Hang Laub erstreckt sich von einer Höhe von 2450 Metern über 1200 Höhenmeter talwärts. «Laub» ist ein altes Wort für Lawine. Engelberg-Titlis Tourismus bezeichnet den Hang als «Klassiker» für Freerider, empfiehlt aber als Begleitung ausgebildete Bergführer oder Skilehrer. Zudem sollten sich Freerider vorgängig über die Lawinen- und Wetterverhältnisse informieren.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF stuft die Lawinengefahr im Gebiet Engelberg als «erheblich» ein. (woz)

Erstellt: 14.11.2017, 19:28 Uhr

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